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10 Tipps für guten Schlaf im Zelt

Tipps
Lesedauer 4 Minuten
Wenn du dich schon immer gefragt hast, warum deine Outdoorfreunde so vom Camping schwärmen, während du immer müde bist, dann ist dieser Text genau das Richtige für dich. Und wenn du schon einmal kurz davor warst, mitten in der Nacht zum Parkplatz zurückzulaufen, weil du im Zelt nicht einschlafen konntest, dann lies ebenfalls weiter. Wir sind der festen Überzeugung, dass auch du gut im Zelt schlafen kannst, obwohl dort nur wenige Millimeter Material zwischen dir und der Natur liegen. Dafür solltest du diese zehn Tipps lesen – und in die Tat umsetzen.
1. Investiere in gute Ausrüstung
Das klingt selbstverständlich, aber wenn du an deiner Ausrüstung sparst, wirst du es später bereuen. Du solltest in deine Campingausrüstung investieren wie in ein Hotelzimmer. Wähle dein Zelt, den Schlafsack und die Isomatte sorgfältig aus – schließlich sind es die wichtigsten Utensilien für einen erholsamen Schlaf im Freien.
Wir haben zahlreiche Guides verfasst, die dir bei der Auswahl helfen, aber um es kurz zu machen: Wähle die beste Ausrüstung, die du dir leisten kannst. Aufblasbare Isomatten liefern die optimale Kombination aus geringem Gewicht und Schlafkomfort. Daunenschlafsäcke bieten das beste Wärme-Gewichts-Verhältnis – bei feuchten Bedingungen ist allerdings eine Synthetikfüllung die bessere Wahl. Ein Drei-Jahreszeiten-Zelt ist normalerweise mehr als ausreichend. Kuppelzelte sind ideal, wenn du an exponierten Steilhängen oder auf hartem Boden campst. Tunnelzelte sind bei Regen besser geeignet, da die Apsis größer ist und du mehr Platz hast, um deine Ausrüstung zu trocknen oder im Zelt zu kochen, wenn das Wetter nicht mitspielt.
2. Enge dich beim Schlafen nicht ein
Bei Kälte ist es verlockend, sich so viele Kleidungsschichten wie möglich übereinander zu ziehen. Aber wenn es deswegen im Schlafsack zu eng wird, wird auch dessen Isolationskraft beeinträchtigt. Lege die zusätzlichen Schichten daher lieber auf den Schlafsack.
3. Gehe nicht frierend zu Bett
Dein Schlafsack isoliert, aber er kann keine Wärme erzeugen. Daher solltest du nicht in deinen Schlafsack kriechen, wenn dir kalt ist. Mache lieber vor dem Zubettgehen einige Hampelmänner oder einen Abendspaziergang, damit sich dein Körper aufwärmt.
4. Funktioniere deine Trinkflasche um
Achte beim Kauf deiner Trinkflasche darauf, dass sie auch heißes Wasser aufnehmen kann. Wenn du ins Bett gehst, kannst du sie mit heißem Wasser füllen, in deinen Schlafsack legen (dabei darauf achten, dass sie nicht ausläuft), und schon hast du eine Wärmflasche. Außerdem kannst du das Wasser gleich für die erste Tasse Kaffee am nächsten Morgen nutzen.
5. Suche dir rechtzeitig eine Toilette
Suche dir vor dem Schlafengehen eine Toilette in der Nähe oder einen Bereich, den du für den Gang zur Toilette nutzen kannst. Es macht keinen Spaß, im Dunkeln, in der Kälte, im Regen oder, noch schlimmer, wenn Bären in der Nähe sein könnten, danach zu suchen. Lege dir auch eine Taschenlampe griffbereit, damit du sie im Dunkeln nicht suchen musst. Ach ja, und es ist eine gute Idee, vor dem Schlafengehen noch auf die Toilette zu gehen.
6. Bleibe lange wach
Oder zumindest so lange wie möglich. Du bist nach den Aktivitäten des Tages hoffentlich angenehm erschöpft. Aber zwinge dich nicht, schon zu Bett zu gehen, wenn die Sonne gerade hinter dem Horizont verschwindet. Du wirst lange wach herumliegen, wenn du zu früh in den Schlafsack schlüpfst und noch nicht wirklich müde bist. Dann beginnst du nämlich, über etwas nachzudenken, und deine Gedanken drehen sich im Kreis. Bevor du dich versiehst, ist es spät in der Nacht und du findest keinen Schlaf mehr.
7. Podcaste dich in den Schlaf (und nimm dafür eine tragbare Powerbank mit)
Das Hören eines Podcasts hilft dir, deine Gedanken zu beruhigen, deine Zeltkameraden nicht mit der Taschenlampe zu stören und schneller einzuschlafen. Das ist besonders praktisch, wenn du ein wenig aufgeregt bist und dich fragst, was die Geräusche außerhalb des Zelts bedeuten könnten. Wenn du über deinen Kopfhörer einen Podcast hörst, kannst du beruhigt in das Land des Schlummers hinübergleiten.
8. Vergiss niemals deine Ohrstöpsel
Es gibt immer jemanden, der schnarcht, sich laut herumwälzt oder schon vor Sonnenaufgang aufsteht. Dank deiner Ohrstöpsel bleibst du stets Herr über deinen eigenen Schlaf.
9. Besiege den Mitternachtshunger
Es ist gut möglich, dass dein Kreislauf überdreht, nachdem du den ganzen Tag aktiv warst. Das kann dazu führen, dass du mitten in der Nacht aufwachst und Hunger auf einen Mitternachtssnack verspürst. Deshalb solltest du dir neben dem Schlafsack Studentenfutter oder einen Energieriegel bereitlegen. Aber Achtung: Informiere dich über die örtlichen Vorschriften für die Lagerung von Lebensmitteln, wenn du in Gebieten mit Bären oder anderen großen Wildtieren campst.
10. Öffne die Belüftungsschlitze
Nein, du wirst nicht gleich frieren, wenn eine leichte Brise durch das Zelt weht. Dessen Belüftungsöffnungen unterstützen die Luftzirkulation und minimieren die Gefahr, dass sich Kondenswasser bildet – von dem dir tatsächlich kalt werden kann. Also öffne die Belüftung ein wenig.

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