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Aurora Borealis und andere Winterabenteuer für das neue Jahr

Abenteuer
Lesedauer 7 Minuten
Einmal im Leben das Nordlicht zu sehen, steht wohl auf vielen Wunschlisten. Es gibt aber noch andere Winterabenteuer, die genauso schön sind. Lass dich inspirieren!
Stell dir vor, das Nordlicht läutet dein neues Jahr ein. Die fantastische Farbenpracht in Grün, Blau und Violett, die am sternenübersäten Winterhimmel hängt, ist ein unvergleichlicher Anblick, der jeden verzaubert.
Was aber, wenn eine Reise in den hohen Norden für ein solches Spektakel nicht realistisch ist? Es gibt viele andere Aktivitäten bei kalten Temperaturen, die Freude machen und für die man nicht so weit reisen muss. Bei einigen braucht man nicht einmal Schnee oder Eis!
Aurora Borealis
Das Nordlicht – auch als Polarlicht oder mit seinem lateinischen Namen „Aurora Borealis“ bezeichnet – ist ein natürlich vorkommendes Lichtphänomen, das nachts in nördlich gelegenen Regionen der Welt zu sehen ist. Das Licht ist ein Schauspiel aus elektrisch geladenen Teilchen, die beim Aufeinandertreffen ionisieren und Lichter in verschiedenen Farben und Formen erzeugen. Um einen Blick auf dieses atemberaubende Naturschauspiel zu erhaschen, machen sich jedes Jahr Tausende Besucher auf die Reise gen Norden.
In Skandinavien kann man das faszinierende Himmelsspektakel besonders in den nördlichen Regionen sehen. Die schwedische Aurora Sky Station im Abisko Nationalpark gilt als das leuchtendste Erlebnis der Welt. Die Station erreicht man nach einer 20-minütigen Fahrt mit dem Sessellift, für die die Himmelstation ihren Gästen warme Kleidung und Schuhe zur Verfügung stellt. Wenn du ein anderes schwedisches Nordlicht-Erlebnis suchst, kannst du die Máttaráhkká Northern Lights Lodge besuchen. Die familiengeführte Hütte ist mit ihrem knisternden Kaminfeuer und einer spektakulären Aussicht auf die Berge von Kiruna ein gemütlicher Ausgangspunkt, um das Naturphänomens zu beobachten.
Lust auf Strandurlaub? Die Strände der Lofoten bieten zwar nicht das traditionelle Urlaubsfeeling, aber im Winter garantieren sie eine fantastische Aussicht auf die Polarlichter. Eingebettet in die beeindruckende norwegische Berglandschaft, halten die Lofoten nicht nur einen riesigen sternenklaren Himmel, sondern auch Boot- und Kajak-Ausflüge rund um die Inseln bereit.
Eine Lappland-Safari im finnischen Rovaniemi führt dich bis an den Polarkreis – genau genommen in die offizielle Heimatstadt des Weihnachtsmanns. Lappland-Safaris in Finnland kombinieren Trekking mit einem geschichtlichen Rundgang und einer aktiven Suche nach den Nordlichtern zu Fuß – definitiv die familienfreundlichste Art, um die Aurora Borealis zu sehen.
Camping im Schnee
Wenn du es liebst, Sterne zu bewundern, ist eine Nacht im Zelt genau das Richtige für dich. Denn auch Wintercamping kann sehr gemütlich sein. Du brauchst nur ein wenig Wissen und Übung.
Das Wichtigste zuerst: das Einrichten des Campingspots. Wähle einen windgeschützten Platz mit einer Schneehöhe, die zum Verankern des Zeltes ausreicht. Trete den Schnee fest und lass ihn aushärten. Dann kannst du das Zelt wie gewohnt aufstellen – wichtig ist nur, dass du Schnee- bzw. Sandheringe verwendest. Achte darauf, dass die Bodenschlaufen und Abspannleinen des Zelts fest verankert sind. Nutze so viele Verankerungspunkte wie möglich, damit das Zelt auch bei Wind sicher steht. Um zu verhindern, dass sich Schnee zwischen Innen- und Außenzelt ansammelt, häufe etwas Schnee entlang der dem Wind zugewandten Seite des Zelts an. Zum Schluss alle Belüftungsmöglichkeiten des Zelts öffnen, damit es die ganze Nacht über im Zelt trocken bleibt.
Eine erholsame Nacht mit tiefem Schlaf ist leichter, als man denkt. Schau mal unsere besten Tipps für Zeltnächte bei Minusgraden an.
Für die Verpflegung empfehlen Outdoor-Experten wie Ted Weirum, so viele warme Speisen wie möglich schon zu Hause vorzubereiten. Suppen, die viel Fett und Energie enthalten, sowie heißes Wasser für die Zubereitung von Getränken und Fertiggerichten sollten in hochwertigen Thermoskannen aufbewahrt werden, damit sie warm bleiben. Wenn du vor Ort kochen musst, brauchst du einen Kocher, der mit einem flüssigen Brennstoff betrieben wird, wie Primus Winter Gas. Diese zuverlässige Mischung aus Propan und Isobutan sorgt bei extremen Wetterbedingungen für eine starke Flamme und kürzere Kochzeiten.
Langlaufen
Langlaufen ist vor allem in Skandinavien beliebt. Aber auch in anderen Ländern erlebt der Sport gerade eine Renaissance. Es ist ja auch eine der aktivsten Möglichkeiten, den Winter in der Natur zu verbringen, und zudem eine besonders unterhaltsame Familienaktivität.
Skilanglauf ist ein großartiger Spaß. Man braucht relativ wenig Ausrüstung: Ski, Stöcke, Schuhe und Bindungen. Wenn du Anfänger bist, kannst du die Ausrüstung auch erst mal ausleihen. Du brauchst auch keine hoch spezialisierte Kleidung. Am besten ziehst du eng anliegende Bekleidung aus einem Strickmaterial an, die dich warmhält und Feuchtigkeit abtransportiert, wenn du ins Schwitzen kommen solltest. Eine Mütze und Handschuhe schützen Kopf und Hände.
Das Tolle am Skilanglauf ist, dass man es fast überall machen kann, wo es Schnee und flaches Gelände gibt. Wenn du Lust auf ein professionelles Training und gut präparierte Loipen hast, findest du das häufig in Skigebieten. Du kannst aber auch einfach in die Natur gehen, um auf einer Loipe, die von anderen Enthusiasten gespurt wurde, ein paar Runden zu drehen. Sobald du die Grundlagen beherrscht, kannst du überall langlaufen. Sogar zur Arbeit!
Eisfischen
Eisfischen ist eine klassische Winterbeschäftigung, die du so einfach oder so aufwendig gestalten kannst, wie du möchtest. Für den Anfang brauchst du nur ein sicher zugefrorenes Gewässer, einen Eisbohrer, um dein Angelloch zu bohren, einen Schlitten für den Transport der Vorräte, eine Eiskelle, eine Eisangel und einige Köder. Wenn Eisfischen zu deiner neuen Lieblingsbeschäftigung wird, kannst du das Erlebnis mit allem Möglichen aufpeppen: vom Schneemobil über Geräte zum Aufspüren von Fischen bis hin zu Übernachtungen in Anglerhütten.
Wenn du im neuen Jahr zum ersten Mal Eisfischen gehst, solltest du mit einem Gewässer beginnen, das dir vertraut ist, zum Beispiel ein See, Teich oder Stausee. Du solltest wissen, wie du bei Schnee dort hinkommst – und den Ort auch schnell wieder verlassen kannst. Erkundige dich bei Anglern aus deiner Region oder lese lokale Angelberichte, um herauszufinden, wo es sicher und schön ist. Bei einer Eisdicke von mehr als 10 cm kannst du im Allgemeinen sicher mit minimaler Ausrüstung angeln. Wenn du mit einem Schneemobil oder von einer Hütte aus losziehen willst, muss das Eis mindestens 30 cm dick sein. Das ist wirklich nur in sehr kalten Regionen der Fall.
Bei der Bekleidung für das Eisfischen geht es vor allem darum, mehrere Lagen übereinander zu tragen. Ein Loch ins Eis zu bohren, ist eine schweißtreibende Arbeit, aber wenn man darauf wartet, dass ein Fisch anbeißt, sitzt man einfach da und wartet. Je nach Aktivitätsgrad solltest du eine Schicht an- oder ausziehen. Ein Baselayer aus Merinowolle oder einem Polyestergemisch schmiegt sich eng an deinen Körper an und transportiert die Feuchtigkeit ab, damit du schön trocken bleibst. Damit du sicher vor den Elementen geschützt bist, solltest du über deinem Midlayer und deinem Parka eine wasserabweisende Shelljacke tragen.
Foto-Tour
Der Winter ist eine ganz besondere Zeit. Die Natur zieht sich zurück, schläft und regeneriert. Wie auch immer dein Winter aussieht, es macht Spaß, die karge Schönheit der Jahreszeit einzufangen. Ein ganztägiger Fotoausflug ist die perfekte Gelegenheit, um an die frische Luft zu kommen und sich kreativ auszutoben.
Egal, ob du eine komplette Fotoausrüstung oder ein Smartphone mit einer guten Kamera hast, auf einer Fototour kannst du die Jahreszeit aus einem neuen Blickwinkel erleben. Eine Möglichkeit ist es, Details mit Großaufnahmen von Schneeflocken und vereisten Blättern einfangen. Wenn es schneit, kannst du den Blitz ausschalten und die Verschlusszeit verkürzen, um den fallenden Schnee einzufangen.
Der Winter ist auch eine tolle Gelegenheit, deine Heimatstadt auf eine neue Art zu entdecken. Wenn keine Blätter an den Bäumen hängen, versperrt nichts die Sicht auf das Stadtbild und die Sehenswürdigkeiten. Du könntest auch rausfahren und eine verschneite Landschaft – und einen sternenklaren Himmel – bei Nacht fotografieren. Dazu nimmst du am besten ein Stativ, ein hochwertiges Objektiv und einen externen Blitz mit.
Welche Ausrüstung du für ein Winterfotoabenteuer brauchst, hängt davon ab, wie umfangreich die Tour ist. Wenn du in deiner Umgebung unterwegs bist, reicht ein Kånken für dein Fotoequipment und einen Snack. Wenn es dich in die Berge zieht, solltest du dich für eine gut isolierte Jacke entscheiden, die dich warmhält, damit du dich voll auf die perfekte Aufnahme konzentrieren kannst.
Falls unsere Ideen nichts für dich sind, ist das nicht weiter schlimm. Du kannst auch daheim im Garten oder deiner nächsten Umgebung tolle Outdoorabenteuer erleben. Schau dir einfach Ted Weirums Tipps und Tricks an, wie du den Winter zu Hause optimal nutzen kannst.

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