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Die richtige Kleidung für arktische Bedingungen

Fjällräven Polar
Lesedauer 3 Minuten
Das klassische „Schichtenprinzip“ bzw. Layering für den Winter besteht aus drei bis vier Kleidungsschichten. Es bietet die nötige Wärme sowie Schutz vor den Elementen. Aber wie lässt sich dieses Prinzip auf Bedingungen anwenden, wie sie oberhalb des Polarkreises herrschen?
Beginnen wir mit den Grundlagen.
Die untere Schicht, auch Baselayer genannt, ist so konzipiert, dass sie die Feuchtigkeit vom Körper wegleitet. Dafür ist Wolle das ideale Material, da sie aufgrund ihrer natürlichen Fähigkeit, Luft zwischen Körper und Kleidung effektiv einzuschließen, sehr gut wärmt.
Die mittlere Schicht, der Midlayer, transportiert die Feuchtigkeit vom Baselayer weg und sorgt zugleich für eine optimale Isolierung.
Die äußere Schicht, der Außenlayer, ist eine wind- und wasserabweisende Schale bzw. Shell, welche die Kälte draußen und die Wärme drinnen hält. Sie sollte über seitliche Reißverschlüsse verfügen, über die überschüssige Wärme abgegeben werden kann, um so eine bessere Feuchtigkeitsregulierung zu ermöglichen.
Verstärkungsschichten
Verstärkungsschichten ziehst du über, sobald du dich ausruhst oder der Körper weniger Wärme produziert. Dafür ist eine Daunenschicht geeignet, da sie die Körperwärme auch im Ruhezustand gut speichert. Kleidungsstücke zum Überziehen sollten großzügig geschnitten sein, damit du sie leicht über andere Schichten anziehen kannst. Verstärkungsschichten solltest du am besten im oberen Teil deines Rucksacks aufbewahren, damit sie bei Pausen leicht zugänglich sind.
Raum zum Atmen
Winterkleidung sollte Bewegungsfreiheit und eine gute Belüftung ermöglichen. Aber auch die Luft im Inneren eines Kleidungsstücks ist ein wichtiger Faktor für die Isolierung, weil Luft die Kälte schlecht leitet. Kleidung, Handschuhe und Schuhe, die zu eng anliegen, haben weniger Platz für Luft und isolieren daher nicht gut. Baselayer sollten beispielsweise nicht zu eng am Körper anliegen, da sie sonst die wärmende Durchblutung unter der Haut behindern könnten.
Mützen
Deine Kopfbedeckung sollte sich an unterschiedliche Bedingungen anpassen können, da sich die Körperwärme über den Kopf schnell regulieren lässt. Eine Sturmhaube, eine winddichte Mütze oder eine gefütterte Trekkingmütze mit umklappbaren Ohrenschützern sind gute Optionen. Halte deine Ersatzmützen immer in Reichweite, damit du deine Kopfbedeckung für unterschiedliche Aktivitäten schnell wechseln kannst.
Handschuhe
Für normale Winteraktivitäten solltest du immer ein dünnes und weiches sowie ein dickes und warmes Paar Handschuhe dabeihaben. Für extremere Winterbedingungen, wie z. B. bei der Fjällräven Polar Expedition, benötigst du zunächst einen dünnen Fünffinger-Innenhandschuh aus Wolle.
Als mittlere bzw. äußere Schicht dient ein Fünffinger-Arbeitshandschuh mit herausnehmbarem Wollfutter. Für längeres Tragen, z. B. an langen Tagen auf dem Hundeschlitten, brauchst du eine zusätzliche Verstärkungsschicht – einen großen Fäustling, der über die anderen Handschuhe gezogen wird und ebenfalls mit einem herausnehmbaren Wollfutter ausgestattet ist. Im Allgemeinen halten Fäustlinge die Hände länger warm als Fingerhandschuhe, aber es ist wichtig, diese Schichten im Laufe des Tages je nach Aktivitätslevel nach Bedarf anzulegen und auszuziehen.
Schuhe
Bei den Schuhen ist es wichtig, die richtige Größe finden. Für Hundeschlittenfahrten solltest du Schuhe wählen, die zwei bis drei Nummern größer als deine normalen Schuhe sind. Dieser zusätzliche Platz sorgt dafür, dass deine Füße durch die zusätzliche Luftschicht gut isoliert sind. Die Außenhülle der Schuhe sollte eine Membran enthalten, die Feuchtigkeit abhält. Außerdem sollten sie eine dicke Filz- oder Woll-Innensohle haben – die wichtigste Isolierungsquelle.
Socken
Deine Socken sind genauso wichtig wie deine Schuhe. Verwende hochwertige Socken aus Wolle oder einem Woll-Synthetik-Gemisch. Nimm mehrere Paare mit und wechsle sie im Laufe des Tages, um eine gute Feuchtigkeitsregulierung zu gewährleisten. Hänge das feuchte Paar an einem warmen Ort zum Trocknen auf, z. B. an der Innenseite deiner Shell-Jacke. Solche kleinen Dinge können am Ende des Tages einen großen Unterschied ausmachen.
Abschließender Tipp für die Arktis
Hinsichtlich des Schichtensystems für arktische Bedingungen haben wir einen Tipp, der dich vielleicht überraschen wird. Laut dem Fjällräven Field-Test Coordinator und Outdoorexperten Harald Björn kann es sinnvoll sein, den Tag etwas kühler gekleidet zu beginnen. Wenn du mit dem Trekking, Skifahren oder Schlittenfahren beginnst, erzeugst du dadurch etwas Wärme in deinem Körper, ohne zu schwitzen. Wenn du dann weitere Kleidungsschichten hinzufügst, wird diese Wärme in deiner Kleidung gespeichert und hilft dir, eine angenehme Temperatur aufrechtzuerhalten.
Erlebe das Abenteuer deines Lebens!

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