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YouTuber und Fjällräven Freund Ted Weirum verrät, wie er zu Bikepacking steht und was er von der Fjällräven/Specialized Ausrüstung hält.
„Ich spür die Gier, die Gier nach Tempo in mir.“
Maverick, „Top Gun“
Bestimmt erinnerst auch du dich noch an dein erstes Fahrrad. Ich bin überall mit ihm hingefahren und habe Spielkarten an das Hinterrad geklemmt, damit man mich schon von Weitem hört. Das war aber nur eine der vielen kleinen Besonderheiten meines Fahrrads – es war voller Schnickschnack und Stickern. Als ich zum ersten Mal allein zur Schule gefahren bin, fühlte es sich an, als läge mir die Welt zu Füßen. Und erinnerst du dich ebenfalls noch daran, als du gelernt hast, freihändig zu fahren, obwohl du es nicht durftest? Ich bin jedenfalls in einer Stadt großgeworden und mein Fahrrad war in meiner Schulzeit das ultimative Transportmittel.
Schon bald allerdings waren Mopeds und Motorroller interessanter als Fahrräder. Ich musste immer weitere Strecken zurücklegen und hatte immer weniger Zeit dafür. Auf einmal wurden Ansehen und Statussymbole wichtig, auch wenn ich nie ganz verstehen konnte, warum. Und eines war klar: Ein Motorroller war cooler als ein Fahrrad. Ich bin trotzdem ab und zu noch Fahrrad gefahren, dann aber irgendwann auf den Bus umgestiegen und schließlich auf das Auto – mit ihm kam das Gefühl absoluter Freiheit. Die Zeit meines Fahrrads war definitiv vorbei. Viele Jahre blieb das so, denn alles, was man mit dem Fahrrad hätte erledigen können, ging mit dem Auto erst recht. Ich erinnere mich noch, dass ich mir irgendwann ein Klapprad kaufte. Es stand in einem Ständer in meiner Wohnung, in die ich kurz davor eingezogen war. Es stand einfach nur da und rostete vor sich hin. Ich verkaufte es wieder, und die Jahre vergingen.
Ich weiß nicht mehr, wie sich all das plötzlich änderte. Aber mein guter Freund und Kollege Arber hatte definitiv seine Finger im Spiel. Er hatte sich gerade ein Rennrad zugelegt und versuchte, mich zu überreden, mir auch eines zu kaufen. Ich war nicht gerade begeistert, aber unser Studio war von meiner Wohnung super mit dem Fahrrad zu erreichen und die Parkkosten für mein Auto waren sowieso recht hoch. Also kaufte ich mir ein Singlespeed-Fahrrad von State Bicycle Co.
Der Zufall hilft
Zu dieser Zeit war ich schon viel in der Natur unterwegs und drehte dort meine Videos. Ich war mir sicher, die beste Art und Weise gefunden zu haben, um die Natur zu genießen – Entdeckungstouren, auf die man nur das mitnimmt, was man auf dem Rücken tragen kann. So wie wir Menschen es jahrtausendelang gemacht haben.
Ich ahnte nicht, dass sich das schon bald ändern würde – nur wegen meiner Liebe zur Natur und zum Filmen.
Ich hatte die großartige Gelegenheit, zum Fjällräven Classic UK nach Schottland zu reisen – einerseits, um das Event zu filmen, und andererseits, um selbst daran teilzunehmen. Ich erreichte das Ziel etwas früher, sodass ich zurückgehen und die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Trail filmen konnte. Und da passierte es: Ein Crew-Mitglied besaß ein Gravel Bike mit Taschen der neuen Fjällräven/Specialized Kollaboration. Er lieh es mir aus, damit ich zu einem der letzten Checkpoints des Fjällräven Classic UK zurückfahren konnte.
Bevor ich dir mehr erzähle, musst du Folgendes wissen: Ich liebe das Wandern und alles, was damit zusammenhängt. Ich habe meinen YouTube-Kanal auf dem Thema Wandern aufgebaut. Es hat mich zu vielen wunderschönen Orten in aller Welt gebracht und mir unvergessliche Erinnerungen beschert. Als ich allerdings auf das Fahrrad stieg und über den Trail flog, wusste ich sofort, dass ich etwas ganz Besonderes für mich entdeckt hatte. Wenn du von diesem Artikel nur eine Sache mitnimmst, dann lass es bitte diese sein: Die Geschwindigkeit in Kombination mit der großartigen Landschaft, aber ohne eine Last auf dem Rücken – das macht Bikepacking zu etwas Besonderem. Außerdem liegt auf einmal alles so nah und nichts mehr weit entfernt.
Ein neues Abenteuer, aber auf zwei Rädern!
Viele meiner Abonnentinnen und Abonnenten hatten mich schon gefragt, ob ich nicht einmal ein Video über die Bikepacking-Produkte von Fjällräven/Specialized machen könnte. Ich wollte das allerdings nicht tun, ohne sie selbst ausprobiert zu haben. Als ich aus Schottland zurückkam, rief ich daher gleich Arber an und plante mit ihm ein neues Outdoorabenteuer – nur dieses Mal auf Rädern.
Nach einiger Zeit und vielen gemeinsamen Treffen machten wir uns auf den Weg zur Nishiki-Fabrik im schwedischen Göteborg, um unsere Nishiki- und Principia-Räder abzuholen. Die Nishiki Bikes werden dort handgefertigt. Die fachkundige Crew gab uns noch viele Tipps und Infos mit auf den Weg. Sie stellten die Fahrräder für uns ein und passten sie auf unsere Bedürfnisse an.
Unser Abenteuer war durchgeplant und wir hatten unsere Fahrräder. Als nächstes kümmerten wir uns um die Ausrüstung. Wir waren beide sehr auf die Sachen von Fjällräven/Specialized gespannt (und das ist eine Untertreibung). Das Warten fühlte sich daher wie eine Ewigkeit an. Wir verschoben sogar unseren Start um ein paar Tage, weil einige Dinge noch nicht angekommen waren. Das hatte allerdings den Vorteil, dass wir dadurch unsere Fahrräder und uns selbst noch ein wenig besser vorbereiten konnten. Endlich hatten wir dann die gesamte Ausrüstung zusammen, die wir brauchten – jetzt mussten wir alles nur noch an unseren Fahrrädern befestigen. Leichter gesagt als getan, aber wir haben es geschafft. Man darf nicht vergessen, dass ich noch nie auf diese Weise in der Natur unterwegs gewesen war. Allerdings gefiel mir der „mechanische“ Aspekt dieses Abenteuers. Es hat mir Spaß gemacht, mein Fahrrad perfekt einzustellen. Die Erinnerungen an meine Kindheit kamen zurück. Der einzige Unterschied war, dass ich jetzt statt Stickern und Spielkarten S/F Frame Bags und Cool Caves an meinem Fahrrad anbrachte.
Wenn du älter bist und etwas Neues ausprobierst oder etwas (wieder) zum ersten Mal lernst, dann fühlt sich das völlig anders an als in der Kindheit. Du genießt den ganzen Prozess mehr. Du verstehst und akzeptierst, dass du neu in diesem Bereich bist. Du bist aber auch neugierig und möchtest dazulernen.
Überall Tiere
Nach ein paar Testläufen und letzten Feineinstellungen fragten wir uns: „Brechen wir heute Abend auf oder warten wir bis morgen?“ Als typische Abenteurer beschlossen wir, dem Sonnenuntergang entgegenzufahren. Wir nahmen den Zug nach Ystad an der Südküste Schwedens und starteten unser Abenteuer an einem warmen Sommerabend. Dieser hielt gleich eine große Überraschung für uns bereit: Wir sahen UNZÄHLIGE Tiere! Ich glaube, das lag daran, dass wir im Vergleich zum Wandern auf den Rädern viel schneller unterwegs waren und so gut wie keine Geräusche erzeugten (außer wenn wir uns laut unterhielten). Es war viel einfacher, einen Blick auf Hirschherden und Wildschweine zu erhaschen – aus sicherer Entfernung, versteht sich. Wir fühlten uns wie im Film „Der König der Löwen“.
Trotz der Freude, all diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen und wieder in der Natur unterwegs zu sein, kamen wir gut voran und beschlossen, unsere erste Nacht in Snogeholmssjön zu verbringen – dem perfekten Ort für eine Übernachtung im Zelt. Glücklicherweise hatten wir eine Plane mitgenommen, die wir nachts als Fahrradgarage und morgens zum Umziehen nutzten (im schwedischen Sommer wird man nämlich gern von spontanen Regenschauern überrascht).
Doch nicht nur die Plane war eine gute Idee. Wir hatten nur Snacks und Wasser dabei – keine Lebensmittel und keinen Campingkocher. Wir wollten nämlich unterwegs immer wieder anhalten und die einheimische Küche probieren. Okay, der wahre Grund war eigentlich, dass unsere Kameraausrüstung so viel Platz brauchte, dass es mit dem Packen sonst eng geworden wäre. Aber die Idee war wirklich gut – in diesem Fall war weniger tatsächlich mehr.
Außerdem sorgte der S/F Sleep Poncho für einen Hauch von Luxus. Er ist nämlich schlichtweg perfekt, wenn du nachts oder früh am Morgen deinen Zeltplatz erreichst: Du ziehst ihn an, wenn du ankommst, und wieder aus, wenn du losfährst. Für die Nacht baust du ihn einfach vom Poncho zum Schlafsack um.
Wie du am Bild erkennen kannst, hatten wir jede Menge Sachen dabei. Wahrscheinlich könnte man viel weniger mitnehmen. Aber dann verliert man natürlich ein wenig an Komfort. Wenn du kein aufstrebender YouTuber bist, kannst du vielleicht sogar die S/F Cool Caves weglassen und noch aerodynamischer unterwegs sein, indem du dein Gepäck am Rahmen deines Fahrrads und nicht an den Seiten anbringst. Wie beim Wandern und anderen Outdoorabenteuern kannst du dein Bikepacking-Abenteuer natürlich auch individuell an deine Bedürfnisse und Wünsche anpassen.
Am zweiten Tag wurde uns erst richtig bewusst, wie praktisch die kleinen S/F Handlebar Pockets, Handlebar Bags und Seatbag Harnesses sind und wie viel in diese Taschen passt. Die meisten (wenn nicht sogar alle) sind vielseitig verwendbar und können auch als einfache Taschen getragen werden – besonders die S/F Handlebar Bag und der Cave Lid Pack.
Mein Fazit
Beim Bikepacking können wir die Natur um uns herum auf ganz neue Art und Weise erkunden – egal ob in der Nähe oder Ferne. Wenn du es noch nicht probiert hast, schnapp dir deinen Rucksack, pack ihn auf dein Fahrrad und erkunde einen oder zwei Tage lang die Gegend bei dir zu Hause. Ich hoffe, dass jeder einmal in den Genuss dieses Erlebnisses kommt: Mit dieser Geschwindigkeit unterwegs zu sein, den Wind im Gesicht zu spüren und gleichzeitig die Natur bequem vom Sattel aus zu bewundern. Wenn du unser gesamtes Bikepacking-Abenteuer sehen möchtest, schau dir einfach unser YouTube-Video an:
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