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Im Winter in einem Zelt zu schlafen, ist nicht jedermanns Sache – die einen lieben es, die anderen mögen es gar nicht. Zu welcher Gruppe gehörst du?
Wenn du zu denjenigen gehörst, die sich noch nicht ganz entschieden haben, ist es vielleicht gut zu wissen, dass das Zelten im Schnee mit dem richtigen Wissen und ein bisschen Übung eine fantastische Erfahrung wird.
Die Wahl des richtigen Platzes
Wähle einen windgeschützten Platz mit einer Schneehöhe, die ausreicht, um das Zelt richtig zu verankern. Stampfe den Schnee mit Skiern oder Schneeschuhen fest und lasse ihn etwa 15 Minuten aushärten. Dann baust du das Zelt wie gewohnt auf, verwendest aber Schnee-/Sandheringe statt der normalen Heringe. Häufe schließlich ein wenig Schnee entlang der dem Wind zugewandten Seite des Zeltes auf, um zu verhindern, dass Schnee zwischen Innenzelt und Außenzelt aufgeweht wird.
Stelle sicher, dass du alle Bodenösen und Abspannleinen richtig verankerst. Im Schnee kann das schwierig sein. Daher ist es sinnvoll, so viele Verankerungspunkte wie möglich zu verwenden, damit sich bei Wind die Belastung gleichmäßig verteilt.
Ein Zelt für den Wintereinsatz sollte über ein geräumiges Vor- und Innenzelt verfügen.
Schutz vor dem Wind
Nachdem du das Zelt aufgestellt hast, errichtest du eine etwa ein Meter hohe, pfeilförmig aufgebaute Windschutzmauer, wobei die Pfeilspitze in Windrichtung zeigt. Dieser Schutz sollte sich etwa drei bis fünf Meter vom Zelt entfernt befinden und hilft dabei, starken Wind abzuhalten sowie zu verhindern, dass Schneewehen das Zelt überdecken.
Wenn das Zelt steht und die Windschutzmauer fertig ist, gräbst du im Vorzelt ein Loch für deine Füße, sodass du bequem am Rand des Innenzelts sitzen kannst, während deine Füße im Vorzelt bleiben. Dann kannst du vorsichtig ins Innenzelt auf eine Doppelschicht Schlafmatten kriechen, es dir im Schlafsack gemütlich machen und den Schnee unter dir so formen, dass du bequem liegst.
Übe dies unbedingt zunächst in einer sicheren und geschützten Umgebung in der Nähe deines Zuhauses oder einer Berghütte, bevor du dich in die Wildnis wagst.
Tipps
- Bei winterlichen Bedingungen bist du mit mehr Ausrüstung unterwegs, die mehr Platz beansprucht. Daher sollte ein Zelt für den Wintereinsatz über ein geräumiges Vor- und Innenzelt verfügen. Es ist wichtig, dass das Belüftungssystem so konstruiert ist, dass es von einem kurzen Ende zum anderen funktioniert und dass du die Belüftungsöffnungen bei Schneetreiben schließen kannst. Weil immer das Risiko besteht, dass Schnee in Teile des eingegrabenen Vorzelts geweht wird, solltest du dort keine lose Ausrüstung liegen lassen. Schließe alle Rucksäcke und Taschen richtig.
- Bei längeren Touren in der Wildnis solltest du immer einen doppelten Satz Zeltstangen in den Gestängekanälen verwenden, da dies zusätzlich Stabilität gibt: Niederschlag in Verbindung mit Wind stellt hierbei die größte Gefahr dar.
- Vermeide es, dein Zelt in steilen Schluchten, am Fuß steiler schneebedeckter Hänge oder unter Felsüberhängen aufzustellen. Lawinen sind viel gefährlicher als Wind und Schneeverwehungen. Wähle also eher eine höhere Position, die vielleicht weniger windgeschützt ist, auch wenn sich Schneeverwehungen um das Zelt herum aufbauen können.
- Schnee-/Sandheringe werden wie normale Zeltheringe verwendet und können auch horizontal als T-Anker eingegraben werden. Ramme sie in den Schnee, klopfe den Schnee um die Heringe herum fest und lasse ihn 15 Minuten lang festfrieren, bevor du die Abspannleinen befestigst.
- Es ist eine gute Idee, im Winter doppelte Schlafmatten zu verwenden: eine aus Schaumstoff und eine zum Aufpumpen. Eine selbstaufblasbare Schlafmatte bläst sich selten vollständig auf, vor allem im Winter.
Lange, breite Zeltheringe aus Aluminium sorgen für Stabilität im Schnee (und Sand). Die Leine mit Plastikkarabiner kann an der Abspannleine des Zeltes befestigt werden.
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