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Das Feuer neu entfacht

Fjällräven Polar
Der Fjällräven Polar erweitert die Komfortzone und kann sogar eine transformative Wirkung haben: Einige Alumni haben nach der Expedition ihr Leben völlig umgekrempelt.
Tiffany Diep ist Mutter von drei Töchtern und nahm 2025 am Fjällräven Polar teil. Das Erlebnis entfachte in ihr den Wunsch, sich wieder Ziele für ein Leben in der Natur zu stecken. Heute lebt sie authentischer und ermutigt ihre Kinder dazu, nach den Sternen zu greifen.

Warum wolltest du am Fjällräven Polar teilnehmen?
Tiffany Diep: Bevor ich Mutter wurde, führte ich ein Leben voller Abenteuer. Als junge Erwachsene entdeckte ich die Natur für mich und hatte das Gefühl, dass ich mich selbst gefunden hatte. Ich plante immer das nächste große Abenteuer oder erlernte neue Fähigkeiten – Hauptsache, ich konnte immer wieder etwas Neues entdecken.
Nach der Geburt meiner Töchter wurde mein Leben hektisch – besonders, nachdem meine Zwillinge gesundheitliche Probleme bekamen. Ich brauchte das Erlebnis des Fjällräven Polar, um wieder etwas für mich zu tun und mich selbst wiederzufinden.
Meine Mädchen sind meine Motivation: Für sie will ich die beste Version meiner selbst sein. Dafür gebe ich der Natur einen festen Platz in meinem Leben und teile diese Liebe mit ihnen. Sie sollen sehen, wie ihre Mutter Herausforderungen meistert, und wissen, dass es okay ist, die eigene Komfortzone zu verlassen – denn darin liegt große Schönheit.
Ich bin bestimmt keine Forscherin im klassischen Sinne. Aber ich glaube, dass wir alle in die Natur gehören. Wenn eine zierliche Südasiatin, die als Kind nie campen oder wandern war, eine Arktisforscherin werden kann, können es auch alle anderen werden.
Wie war das Leben in der Arktis?
Es war sehr emotional. Es war surreal, dass alle Entscheidungen meines Lebens, so unbedeutend sie im jeweiligen Moment auch gewesen sein mögen, mich in die Arktis geführt haben – mit den besten Menschen, die man sich wünschen kann. Ich empfand eine tiefe Dankbarkeit für das Leben und für die Verbundenheit mit anderen Menschen und der Natur.
Was war beim Fjällräven Polar besonders herausfordernd und was besonders erfüllend?
Die größte Herausforderung waren die langen Tage. Direkt nach dem Aufwachen mussten wir uns gleich um sehr viele Dinge kümmern. Erst danach konnten wir aufbrechen. Es folgten viele Stunden auf dem Schlitten. Abends mussten wir unsere Zelte aufbauen und die Hunde versorgen, bevor wir selbst etwas essen konnten.
Am erfüllendsten war unsere Zusammenarbeit. Die Herausforderungen haben uns alle, Menschen und Hunde, in kürzester Zeit zusammengeschweißt. Ohne die anderen wäre das alles nicht möglich gewesen. Es war unheimlich schön, den Lärm des Alltags ausblenden zu können und den Fokus voll und ganz auf unsere Bedürfnisse und Verbindungen zu richten.

Wenn ich Ziele in der Natur habe – körperlich, geistig und emotional – bin ich ein besserer Mensch.

Tiffany Diep

Fjällräven Polar Teilnehmerin 2025

Was hast du während der Expedition über dich selbst gelernt? Wie hat dieses Erlebnis dein Leben beeinflusst?
Ich habe erkannt, dass es mir am besten geht, wenn ich eine Verbindung zur Natur aufbauen kann – und das hat ein Feuer in mir neu entfacht, das lange Zeit erloschen gewesen war. Wenn ich Ziele in der Natur habe – körperlich, geistig und emotional – bin ich ein besserer Mensch. Deshalb rücke ich Bewegung und Gesundheit nun wieder in den Mittelpunkt. Mein nächstes Ziel ist eine Gipfelbesteigung des Mount Washington. Es fühlt sich großartig an, einen neuen Plan zu verfolgen.
Außerdem organisiere ich gemeinsam mit einem Reiseunternehmen in Island Abenteuer für Mütter – ihre Vorerfahrungen in der Natur spielen dabei keine Rolle. Wir möchten insbesondere Frauen ansprechen, die sich nicht trauen, die Natur auf eigene Faust zu erkunden, oder die Unterstützung brauchen, weil das Familienleben sie völlig vereinnahmt.
Dieser Fokus auf mich selbst hat mir geholfen, geduldiger mit meinen Töchtern zu werden und ganz für sie da zu sein, wenn wir zusammen sind. Wir verbringen mehr Zeit miteinander. Ich nehme mir auch ganz bewusst Zeit für Wanderungen, bei denen jede einzeln mit mir unterwegs ist. Ich lasse sie immer sagen: „Ich bin stark. Ich bin mutig. Ich kann schwierige Dinge schaffen.“
Auch ich möchte mich weiterhin herausfordernden Situationen stellen, denn genau das schenkt Kraft und Selbstbewusstsein. Ich möchte, dass meine Mädchen große Träume haben, ihrem Herzen und ihrer Neugier folgen und dabei immer weiter wachsen. Wenn du dir vorstellen kannst, etwas zu verwirklichen, solltest es nicht aus den Augen verlieren.
Veröffentlicht 2025

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