
Geschichte
Lesedauer 2 Minuten
1968 stellte der damals 32-jährige Åke Nordin seine erste Fjällräven Jacke her. Ihr Name: „Greenland Jacket“, wobei Greenland für Grönland steht. Er fertigte sie aus dem neuen Material G-1000 („G“ für Grönland) und imprägnierte sie mit seinem selbst entwickelten Wachs, dem „Greenland Wax“. Um jedoch zu verstehen, warum Åke diese Jacke überhaupt entwarf und worin die Verbindung zu Grönland bestand, müssen wir zwei Jahre zurückgehen.
Wir schreiben das Jahr 1966. Wissenschaft, sowohl fiktive als auch reale, ist ein heißes Thema. Überall schicken Regierungen Wissenschaftler auf Forschungsmissionen und lassen keinen Teil der Welt unerforscht. Grönland mit seinen riesigen Gletschern und seiner atemberaubenden Landschaft ist das Ziel einer skandinavischen Gruppe von Alpinisten und Forschern. Das Team braucht Ausrüstung – Zelte, Rucksäcke, Hosen, Jacken. Der findige Fjällräven Gründer Åke Nordin stellt seine Rucksäcke mit Aluminiumrahmen und seine neuen Thermo-Zelte zur Verfügung. Da er keine Kleidung beisteuern kann, verlässt sich das Team auf die Materialien der damaligen Zeit: Loden und Leder.
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Die Mission ist ein Erfolg. Die Gruppe kehrt mit umfangreichen Studien über die Gletscher Grönlands nach Hause zurück. Aber: Ihre Kleidung war der Aufgabe nicht gewachsen. Sie war schwer, trocknete nur langsam und hielt dem rauen grönländischen Klima nicht stand.
Åke sah darin keine Problem, sondern eine Herausforderung: Er wollte die perfekte Allround-Outdoor-Abenteuerjacke entwickeln. Also eine Jacke, die warm und trocken hält, die nicht verschleißt und trotzdem leicht ist.
Jacke statt Zelt
Ein Material war schnell gefunden. Es war ein Stoff, mit dem Åke bereits einige Jahre zuvor bei der Entwicklung seiner Zelte experimentiert hatte, der dafür jedoch nicht geeignet gewesen war. Aber er hatte den Stoffballen aufgehoben. Nun dachte er sich: Mit einigen Anpassungen und einer speziellen wasserabweisenden Behandlung könnte er als Material seiner Jacke funktionieren.
Åke machte sich an die Arbeit. Er testete eine Reihe von Imprägnierungen, kam jedoch nicht weiter – bis er einen Geistesblitz hatte: In seiner Jugend war er mit seinen Freunden oft Skispringen gewesen. Sie verbrachten damals viele Stunden an der riesigen Schanze in Örnsköldsvik, seiner Heimatstadt an der Küste des Bottnischen Meerbusens. Um sich nicht den Hintern abzufrieren, behandelten sie die Rückseiten ihrer Hosen mit Wachs. So konnten sie den Schnee fernhalten, ihre Hosen blieben trocken und ihre Allerwertesten warm.
Aus dieser Erinnerung heraus entwickelte Åke das Greenland Wax. Es bot genau die Wind- und Wasserfestigkeit, nach der er gesucht hatte – und es erhöhte sogar die Langlebigkeit des Materials.
Das Design
Nachdem Material und Imprägnierung geklärt waren, machte er sich daran, seine perfekte Outdoor-Jacke zu entwerfen – komplett mit praktischen Taschen und einer lockeren, bequemen Passform. Zu Ehren der Forschungsmission, die ihn dazu inspiriert hatte, nannte Åke diese Jacke „Greenland Jacket“.
Der Rest ist Geschichte. Die Greenland Jacket kam 1968 auf den Markt und ermöglichte es einer ganzen Generation von Naturliebhaberinnen und -liebhabern, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Heute ist sie eines unserer ikonischsten Produkte, gleich nach unserem Kånken-Rucksack.
40 Jahre nach ihrer Entstehung haben wir die Passform überarbeitet sowie auf umweltfreundlichere Materialien und moderne Produktionstechniken umgestellt. Doch die Liebe zu Abenteuern, ob groß oder klein, bleibt bestehen.
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