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Hinter jedem Porträt steckt eine Geschichte

Fjällräven Classic
Lesedauer 4 Minuten
Sarah Hewitt nahm 2018 zum ersten Mal am Fjällräven Classic Sweden teil – und dieses Erlebnis beeindruckte sie so sehr, dass sie ihr Leben danach komplett umkrempelte. Letztes Jahr brachte Sarah zu der Weitwanderung durch die schwedischen Berge dann ihre Kamera mit, um Porträts anderer Wanderer aufzunehmen. Damit wollte sie der Fjällräven Classic Community, die ihr so viel bedeutet, etwas zurückgeben.
Sarah Hewitt lernte Fjällräven und Schweden kennen, als sie 2018 ihr Debüt beim Fjällräven Classic Sweden feierte. Sie unternahm die Wanderung gemeinsam mit einer Gruppe Mädchen, die alle zum ersten Mal die Strecke zwischen Nikkaloukta und Abisko gingen.
„Während dieser Tour lernte ich meine heute beste Freundin kennen und entwickelte eine tiefe Liebe zu Schweden. Es war wirklich eine besondere Wanderung“, betont Sarah.

Sarah Hewitt

Zu dieser Zeit lebte sie in einer Großstadt und führte ein ganz normales Stadtleben. Aber völlig wohl fühlte Sarah sich dabei nicht. Sie wollte etwas ändern, wusste aber nicht, was.
„Nach den Fjällräven Classics 2018 und 2019 wurde mir klar, dass ich näher an der Natur und den Bergen leben wollte. Ich begann, mich umzusehen und an verschiedenen Abenteuern und Erlebnissen in der Natur teilzunehmen, immer gemeinsam mit Gleichgesinnten. Inzwischen lebe ich in Kendal im englischen Lake District. Von hier aus muss ich nur zwanzig Minuten mit dem Auto fahren, und schon bin ich in der schönsten Landschaft, die man sich vorstellen kann. Mein gesamtes Leben hat sich verändert, seit ich das erste Mal beim Fjällräven Classic mitgemacht habe. Ich bin jetzt ruhiger, glücklicher und enthusiastischer.“
Aufgrund der Pandemie konnte sie eine Zeitlang an keinem Fjällräven Classic teilnehmen. Umso mehr freute sie sich auf die Veranstaltung 2022. Aber Sarah wollte dieser Wanderung einen zusätzlichen Sinn geben: Sie arbeitet seit einigen Jahren als Fotografin und beschloss, Bilder für eine Porträtserie aufzunehmen.
„Mit den Fotos wollte ich der Community, die an den Classics teilnimmt, etwas zurückgeben. Außerdem dachte ich mir, dass es ein schöner Weg sein könnte, unterwegs neue Bekanntschaften zu schließen, und das hat definitiv funktioniert“, erklärt Sarah.
Soziales Engagement ist ein Charakterzug, der tief in Sarahs Seele verwurzelt ist. Sie will im Leben der Menschen etwas bewirken. Unter anderem arbeitet sie mit Organisationen zusammen, die Menschen dabei unterstützen, sich in die Natur zu wagen. Das können Fahrradevents für Frauen oder Wander- und Navigations-Workshops für die LGBTQIA+-Community sein.
„Ich liebe Menschen und empfinde es als pures Glück, gemeinsam Zeit in der Natur zu verbringen.“
Während der Wanderung im letzten Jahr traf Sarah auch Jeroen. Er ist einer der Administratoren der Facebook-Gruppe zum Fjällräven Classic. Viele von Sarahs Classic-Freunden stammen aus den Niederlanden, und sie alle wissen, wer Jeroen ist. Sarah war sehr glücklich, ihn endlich im richtigen Leben kennenzulernen.
„Er hatte ein wenig zu kämpfen. Das Wetter am Vortag war nicht so gut gewesen und ich glaube, er hatte zu wenig geschlafen. Er vermisste seinen Sohn, der zu dem Zeitpunkt erst acht Monate alt war. Ich umarmte ihn und sagte ihm, dass er zulassen sollte, dass die Natur ihn ebenfalls umarmt. Dann fotografierte ich ihn für meine Serie, und er ging weiter.“
Sarah schoss auch ein Bild von Hubi. Der Deutsche ist ein erfahrener Wanderer, auf dessen Rucksack zahlreiche Erinnerungen an frühere Wanderungen prangen.

Hubi

„Ich traf Hubi auf dem Weg zwischen den Berghütten Singi und Sälka und bot ihm eine heiße Tasse Kaffee an. Das ist immer eine gute Art, um ins Gespräch zu kommen! Hubi hat mich sofort fasziniert, weil sein pinkes Haar vor dem Hintergrund der grünen und grauen Landschaft so stark leuchtete. Im Laufe der Wanderung bin ich ihm noch öfter begegnet. Er hatte immer ein breites Grinsen im Gesicht und brachte mich zum Lachen“, erinnert sich Sarah.
Sarah verbrachte schon als Kind viel Zeit in der Natur. Ihr Stiefvater war ein leidenschaftlicher Wanderer und zeigte ihr beim Familienurlaub in der englischen Grafschaft Yorkshire, wie man Karten liest. Aber erst als Erwachsene entdeckte sie ihre wahre Liebe für das Hiken. Ihre erste mehrtägige Wanderung absolvierte sie auf dem West Highland Way in Schottland – 145 Kilometer ganz alleine durch den Regen. Trotz ihrer wunden Füße genoss sie das Erlebnis in vollen Zügen.
„Es liegt eine besondere Einfachheit darin, nur zu gehen, zu essen, zu trinken und das Lager aufzuschlagen. Es ist eine Pause vom Alltag. Am liebsten wandere ich dort, wo mein Handy keinen Empfang hat. Dann gibt es nur mich und die Natur“, schwärmt sie und fasst ihre Liebe zum Wandern abschließend so zusammen: „Ich habe festgestellt, dass mich mehrtägige Wanderungen sowohl körperlich als auch mental wirklich stärker machen.“

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