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Leicht-Trekking leichtgemacht

Fjällräven Classic
(Ultra-)leichte Trekkingausrüstung ist gefragt wie nie – und das aus gutem Grund. Fjällräven Freund Anders Nord und Fjällräven Global Events Manager Carl Hård af Segerstad berichten, welche Vorteile Produkte mit geringem Gewicht haben.
Åke Nordin gründete Fjällräven im Jahr 1960 auf Grundlage der Prinzipien Qualität, Funktionalität und Leichtigkeit – wobei das geringe Gewicht der Produkte für ihn eine besondere Bedeutung hatte. Es ermöglichte ihm nämlich, sich in der Natur freier zu bewegen, länger draußen zu bleiben und mit geringerer körperlicher Anstrengung mehr zu entdecken. Diese Grundsätze befolgen wir seitdem bei unserer Mission, mehr Menschen für die Natur zu begeistern. Insbesondere leiten sie uns bei der Entwicklung neuer Produkte.
Leichtigkeit bringt Vorteile
Im Laufe der letzten Jahre haben sich Outdoorfans aus unterschiedlichsten Bereichen immer mehr für besonders leichte Ausrüstung begeistert. Unter Trekkingfreaks gibt es sogar einige, die sich über das Gewicht ihrer Ausrüstung definieren und Communities gebildet haben, in denen sie sich über ihre Leidenschaft austauschen. Einer von ihnen ist Fjällräven Freund Anders Nord. Der Sicherheitsbeauftragte ist in der 25.000 Mitglieder starken Online-Community Ultralight in Schweden aktiv.
Für ihn macht das explosionsartig gewachsene Interesse an leichten Outdoorprodukten Sinn: „Sie erleichtern es uns, rauszugehen und in der Natur aktiv zu werden“, findet er. „Beim Trekking macht es beispielsweise einen Riesenunterschied, wenn der Rucksack zehn statt zwanzig Kilogramm wiegt. Dadurch hast du mehr Energie, um die Umgebung zu genießen, am Abend mit den Freunden abzuhängen und jeden Morgen mit einem Lächeln zu beginnen.“
Warum leichter unterwegs sein?
Inklusion
: Damit Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten Trekkingtouren machen können.
Erlebnis: Um öfter rauszukommen, einfacher neue Pfade zu begehen und länger draußen zu bleiben.
Entwicklung: Um sich mehr auf die Funktionen und Merkmale zu konzentrieren, die den Nutzerinnen und Nutzern am wichtigsten sind.
Die Abwägungen beim (Ultra-)Leicht-Trekking
Da das Interesse an Light- und Ultralight-Trekking wächst, ist es wichtig zu verstehen, wie man Produkte richtig auswählt und verwendet, um das Gewicht zu minimieren und gleichzeitig allen Anforderungen an den Komfort bei einer Tour gerecht zu werden.
Trekkingeinsteigern rät Anders, lieber in bequeme Ausrüstung zu investieren als nur auf ein möglichst geringes Gewicht zu achten. „Wenn dein Rucksack 200 g schwerer ist als meiner, aber perfekt zu dir passt, dann ist es der richtige Rucksack für dich“, sagt er. „Es bringt nichts, einen leichten Rucksack zu haben, den du nicht benutzt.“
Unser Global Events Manager Carl Hård af Segerstad, selbst ein Trekkingexperte, stimmt Anders zu: „Ich bin fest davon überzeugt, dass jede Outdoorausrüstung besser ist als gar keine Ausrüstung und dass keine Ausrüstung besser ist als das, was die Nutzerin oder der Nutzer daraus macht. Um mit dem Erkunden der Natur zu beginnen, empfehle ich, erst einmal das zu nutzen, was du hast, und dann Zeit und Wissen in leichte Ausrüstung zu investieren. Wenn nötig, kannst du deine aktuelle Ausrüstung durch leichtere Alternativen ersetzen. Ich kann mir vorstellen, dass dabei auf der Wunschliste vieler Menschen ein Rucksack ganz oben steht.“
Wiegen deine „großen 3“ zusammen weniger als 3 kg?
Unterkunft
: Zelt und/oder Plane
Schlafausstattung: Isomatte und Schlafsack
Transport: Rucksack
Leichte Produkte haben allerdings auch Nachteile. Anders gibt zu, dass man mit manchen Sachen vorsichtig umgehen muss und dass sich einige Produkte, zum Beispiel leichte Trekking-Laufschuhe, etwas schneller abnutzen. Carl betont jedoch, dass leichte Ausrüstung, wie jede andere auch, länger hält, wenn man sie schonend benutzt, viel darüber weiß und viel Erfahrung im Einsatz gesammelt hat. „Jede Ausrüstung wird irgendwann unbrauchbar“, weiß er. „Ausrüstung aus leichteren Stoffen, mit dünneren Riemen und mit kleineren funktionellen Details kann durch Abnutzung und Missgeschicke leichter kaputtgehen. Aber wenn du sie sorgfältig behandelst und gut pflegst, hält sie länger.“
Pack deine Sachen für leichteres Trekking
Für Anders gibt es nichts Besseres als Trekking, um mit leichter Ausrüstung loszulegen. Für eine mehrtägige Wanderung peilt er ein Rucksackgewicht von fünf Kilogramm an. „Selbst wenn du mehrere Tage unterwegs bist, hast du damit alles, was du brauchst“, sagt er. „Einen Rucksack, ein Zwei-Personen-Zelt, einen Schlafsack, eine Isomatte, Regenbekleidung, Kochutensilien, Isolationsschichten ... alles ist dabei!“
Carl hingegen hebt hervor, dass das Basisgewicht seiner Ausrüstung von der Art der geplanten Trekkingtour abhängt. Dieses Basisgewicht umfasst alles, was man im Rucksack mitnimmt, mit Ausnahme von Verbrauchsmaterialien wie Nahrung, Wasser und Brennstoff. Er sagt: „Ich habe kein Interesse daran, das Basisgewicht meines Rucksacks mit anderen zu vergleichen oder mich mit der Definition dessen auseinanderzusetzen, was andere als ‚leichtes‘ Trekking ansehen. Wenn es die Umstände erlauben und es einen leichteren Rucksack mit dem gleichen Volumen und Tragekomfort wie bei meinem üblichen Rucksack gibt, würde ich diesen aber natürlich gerne verwenden. Das Gleiche gilt für alle anderen Ausrüstungsgegenstände, die zum Basisgewicht zählen.“
Gewicht eines Trekkingrucksacks
Traditionelles Trekking
: 13,5 kg (9 kg Basisgewicht)
Leicht-Trekking: 9 kg (4,5 kg Basisgewicht)
Ultraleicht-Trekking: 4,5 kg total
Basisgewicht = Gesamte Ausrüstung mit Ausnahme von Verbrauchsgütern (Proviant, Wasser, Brennstoff)
Als Faustregel, um das Gewicht in den Griff zu bekommen, nutzt Carl die „3 für 3“-Regel. Demnach sollten die drei „großen“ Sachen in deinem Rucksack zusammen nicht mehr als drei Kilogramm wiegen. Dazu zählen die Unterkunft für die Nacht (Zelt und/oder Plane), das Schlafsystem (Schlafsack und Isomatte) und der Rucksack selbst. Wenn du erreicht hast, dass sie zusammen weniger als drei Kilo wiegen, kannst du auch das Gewicht deiner restlichen Ausrüstung reduzieren und so eventuell wiederum mehr Gewicht für andere Sachen gewinnen. „Es kommt auf die Summe der Produkte an, die du einpackst, und darauf, wie du sie nutzt“, sagt Carl. „Wenn du eine bequeme Isomatte verwenden willst, kannst du ihr höheres Gewicht mit den beiden anderen Gegenständen ausgleichen. Auf dem Trail hängt es ganz von deinen persönlichen Vorlieben ab, ob du dich gut ausgerüstet und zugleich wohl fühlst. Du solltest bereit sein, bei der Vorbereitung einige Kompromisse einzugehen, um deine Zeit in der Natur optimal zu nutzen.“
Veröffentlicht im Juli 2025

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