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Hemden: Die heimlichen Helden unter den Midlayern

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Lesedauer 5 Minuten
Hemden sind wirklich wunderbare Kleidungsstücke. Sie sind bescheiden, verlässlich und bequem. Man kann sie zuknöpfen oder offen lassen, ihren Kragen hochschlagen oder nicht, und man kann sie überall tragen, leicht verstauen sowie für verschiedenste Gelegenheiten anpassen. Noch nicht überzeugt? Dann lies weiter, denn wir krempeln unsere Ärmel hoch und beweisen dir, dass Hemden die heimlichen Helden unter den Midlayern und in allen Schränken mit Outdoor-Bekleidung sind.
Midlayer sind Kleidungsstücke, die man zwischen den direkt auf der Haut liegenden Baselayern und den schützenden äußeren Schichten trägt. Sie sind für ein bequemes Mehrschichtsystem essenziell. Je nach Witterungsbedingungen können Wandernde auch mehrere Midlayer tragen. Beliebte Kleidungsstücke für diesen Zweck sind Hoodies, Fleece-Oberteile und Pullover.
Aber es ist höchste Zeit, dass auch Hemden die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen zusteht.
Hemden sind dir ein Begriff, oder? Das sind diese Kleidungsstücke mit einem Kragen und einer Knopfleiste vorne, die du häufig trägst, ohne ihnen besondere Beachtung zu schenken. Doch ihre Vielseitigkeit, Packbarkeit und Anpassbarkeit machen sie zu den heimlichen Helden unter den Midlayern.
Wir müssen nicht einmal unser letztes Hemd geben, um ihren Wert zu beweisen. Lies einfach weiter, um mehr über ihre Geschichte und Verwendung zu erfahren.
Die Grundlagen
Zuallererst sollten wir klären, was genau ein Hemd eigentlich ist. Schließlich lassen sich Argumente dafür finden, dass die meisten (wenn nicht sogar alle) Midlayer Hemden sind. Laut Wikipedia ist genau das der Fall. Dort heißt es nämlich, ein Hemd sei „ein Kleidungsstück mit Hals- und Armöffnungen, das in verschiedenen Längen und mit verschiedenen Ärmel-, Ausschnitt- und Kragenformen auftreten kann“.
Für diesen Artikel hier folgen wir aber weitgehend der kurz danach erwähnten Einschränkung: „Im engeren Sinne wird in der westlichen Welt heute unter dem Begriff Hemd das Herrenoberhemd verstanden“. Fjällräven kategorisiert Hemden als Oberteile mit Kragen und durchgehender Knopfleiste – jedoch nicht ausschließlich für Herren. Wir haben sie mit kurzen und langen Ärmeln sowie in verschiedenen zuverlässigen Materialien wie Wolle, Hanf oder G-1000 im Angebot. Außerdem bieten wir verschiedene Ausführungen für bestimmte Aktivitäten wie Radfahren und Wandern oder für den Alltag in der Natur an.
Eine kurze Geschichte des Hemds
Hemden gibt es schon seit Jahrtausenden. Man kannte sie bereits im Alten Ägypten. Das älteste erhaltene Kleidungsstück der Welt ist ein Leinenhemd aus der Zeit um 3.000 v. Chr. Es bestand aus einem rechteckigen Stück Leinen, das gefaltet und seitlich zugenäht wurde, wobei Öffnungen für den Kopf und die Arme in den Saum geschnitten wurden. In manchen Fällen wurden lange Stoffschläuche an die Armöffnungen angefügt – im Grunde also Ärmel!
Im Mittelalter kam dem Hemd eine immer größere Bedeutung zu, da man begann, enger anliegende Kleidung zu tragen. Die Kunstwerke aus jener Zeit zeigen jedoch, dass nur einfache Leuten wie Hirten ihre Hemden offen und sichtbar trugen – ein Brauch, der sich bis in das späte 19. Jahrhundert fortsetzte. Außerdem waren im Mittelalter abnehmbare Ärmel en vogue. Frauen schenkten ihren Verehrern damals oft als Zeichen ihrer Zuneigung einen Ärmel. Im 14. Jahrhundert entwickelten die Normannen den Kragen und die Manschetten. Ab Ende des 15. Jahrhunderts bestanden Hemden aus Wolle und Leinen oder, bei den Adligen, aus Seide.
Aber woher stammt die Konvention, dass Männer ihre Hemden rechts und Frauen sie links auf- und zuknöpfen? Das ist unklar, aber man nimmt an, dass dies nach der Renaissance gebräuchlich wurde, da Frauen von rechtshändigen Bediensteten angezogen wurden. Das fiel von links leichter.
Im Laufe der Geschichte bekamen Hemden Rüschen am Kragen und an den Manschetten. Das trieben englische Dandys wie Beau Brummel auf die Spitze. Er benötigte einen Kammerdiener und den ganzen Morgen, um seinen kunstvollen Kragen zu richten. Auf solche Verzierungen verzichteten die biederen Viktorianer weitgehend. Sie etablierten den Standard einfacher Kragen und Manschetten, dem wir noch heute folgen.
Farbige Hemden kamen im 19. Jahrhundert auf, wurden aber als Alltagskleidung der Arbeiter unterer Klassen angesehen. Im Jahr 1924 tauchte zum ersten Mal der englische Begriff „blue-collar worker“ (dt.: Arbeiter mit blauem Kragen) auf, der sich für Fabrikarbeiter einbürgerte. In den 1960ern kamen dann Männerhemden mit verschiedenen Mustern und Farben auf den Markt. Auch Hemden für Frauen waren (endlich!) in ähnlichem Stil erhältlich, allerdings mit Abnähern für eine schmalere Passform.
Möchtest du noch mehr über die Geschichte der Hemden erfahren? Dann schau dir einige unserer Quellen an: https://de.wikipedia.org/wiki/Hemd oder https://www.britannica.com/topic/shirt.
So holst du das Beste aus deinem Hemd heraus
Wer maximale Funktionalität für verschiedenste Outdoorbedingungen benötigt, kommt an einem Hemd als Midlayer nicht vorbei.
Hemden sind äußerst vielseitig. Du kannst sie zugeknöpft als einzige Schicht tragen – oder über einem Baselayer und unter einer Jacke, wenn du es besonders warm haben willst. An kühleren Tagen kannst du dickere Hemden auch, ähnlich einer Jacke, offen über einem anderen Midlayer tragen. Falls du das Hemd nicht mehr brauchst, bindest du es dir einfach – im Style der 1990er-Jahre – um die Hüfte, bis du es wieder anziehst. Außerdem ist es als Unterlage nützlich, um deinen Allerwertesten zu schützen, wenn du auf einer feuchten oder kühlen Oberfläche sitzt.
Auch Kragen und Manschetten spielen eine wichtige Rolle. Sie sind für die Temperaturregulierung und zum Schutz vor den Elementen unerlässlich. Den Hemdkragen kannst du hochschlagen, um an sonnigen Tagen den Nacken vor Sonnenbrand zu schützen – oder um an nassen Tagen zu verhindern, dass Regen deinen Rücken hinunterläuft. Die Manschetten lassen sich aufknöpfen, um die Ärmel bei warmen Temperaturen hochzukrempeln und sie dann wieder zu schließen, wenn es kühler wird. An Orten mit Zecken und Mücken können geschlossene Manschetten oder ein zugeknöpfter Kragen vor lästigen Stichen und damit sogar Krankheiten schützen.
Hemden sind außerdem leicht packbar. Im Gegensatz zu einem dicken Pullover kannst du ein Hemd ganz leicht in deinem Rucksack verstauen, wenn du es nicht brauchst.
Zu guter Letzt lassen sich Hemden unterwegs sehr gut für verschiedene Zwecke anpassen. Beispielsweise kannst du ein Hemd als Stirnband verwenden, damit kein Schweiß in deine Augen fließt. Bei großer Hitze kannst du ein Hemd in Wasser tränken und es als Kopftuch tragen oder um deinen Nacken legen: Dein Körper kühlt sich ab, während das Wasser verdampft.
Selbst in Notfällen kann sich ein Hemd als nützlich erweisen. Ein langärmeliges Hemd lässt sich zu einer Armschlinge umfunktionieren. Verknote dazu einfach die Hemdärmel hinter deinem Kopf und lege deinen verletzten Arm in die so geschaffene Schlaufe. Und es mag zwar bitter sein, dein treues Hemd zu zerstören – aber du kannst es im Notfall auch in Streifen reißen, um diese als Druckverband, Wundauflage, Stütze bei Verstauchungen oder für eine Schiene zu verwenden.
Wenn du also das nächste Mal durch deine Outdoor-Bekleidung stöberst, lächle deinen Hemden einmal nett zu. Oder besser noch, hänge sie auf deine „Vorzeigekleiderbügel“. Bei all der harten Arbeit, die sie leisten, haben sie sich diese Ehre redlich verdient!
Die gesamte Palette unserer Hemden findest du hier auf fjallraven.com.

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