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Ist Trekking bei warmem Wetter eine gute Idee? Fjällräven Global Event Manager Carl Hård af Segerstad findet schon. Und er hat einige Tipps zum Umgang mit Hitze auf dem Trail.
An heißen Tagen bei Outdoorabenteuern ins Schwitzen zu kommen, hat Vor- und Nachteile – kaum einer weiß das besser als Carl Hård af Segerstad. Als Global Event Manager von Fjällräven ist er schon auf vielen Trails dieser Welt gewandert. Das hat teilweise mit dem Fjällräven Classic zu tun, der seine Wurzeln zwar in der skandinavischen Wildnis hat, mittlerweile aber auch in wärmeren Klimazonen stattfindet, zum Beispiel in den Bergen von Colorado in den USA oder auf Jeju Island in Südkorea.
Es gehört einfach dazu, ein wenig schmutzig zu werden und zu schwitzen – ab und zu muss man die eigene Komfortzone verlassen.
CARL HÅRD AF SEGERSTAD
Mit Schweiß umgehen
Carl sagt über sich selbst leicht beschämt, dass er bei Outdooraktivitäten an heißen Tagen „extrem ins Schwitzen gerät“. Deshalb kennt er auch die Tricks, mit denen es sich bei hohen Temperaturen leichter wandern lässt.
„Wenn du die Hitze nicht gewöhnt bist, kann dir eine Wandertour sehr schwerfallen“, erklärt Carl. „Ich wandere immer in meinem Lieblingsoberteil, nehme aber noch ein zweites mit, das ich nach der Tour anziehe. Manchmal packe ich noch ein weiteres für unterwegs ein. Sollte mein Oberteil nämlich so nass sein, dass der Schweiß auf meine Hose tropft, ist es schön, ein frisches anzuziehen.“
Fjällräven entwickelt seine Ausrüstung für warme Klimazonen stetig fort. Die Abisko Kollektion bietet besonders viele leichte und vielseitige Kleidungsstücke für Trekkingabenteuer an heißen Tagen. Sie sind leicht, luftig, geruchshemmend und schützen vor der Sonne. Die Bekleidung besteht aus langlebigen Materialien wie G-1000 Air Stretch und hat funktionelle Details wie verstellbare Beinabschlüsse oder Kragen. Sie liefert optimalen und lang anhaltenden Schutz – ganz ohne schädliche Chemikalien, die im Laufe der Zeit durch Gebrauch und Waschen freigesetzt werden.
„Selbst wenn die Sonnencreme durch das Schwitzen an Wirkung verliert, bietet die richtige Kleidung einen guten Schutz“, so Carl.
Genug Wasser trinken
An heißen Tagen auf dem Trail ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Denn wenn du viel schwitzt, musst du diese Flüssigkeit ersetzen. Ein ganz einfacher Tipp: Trinke regelmäßig und fange schon zu Beginn deiner Tour damit an.
Woher weißt du, ob du ausreichend Wasser trinkst? Deine Blase verrät es dir. Wenn du regelmäßig auf die Toilette musst und dein Urin eine normale Farbe hat, ist alles gut. Wenn du nicht musst oder dein Urin dunkel ist und stark riecht, könntest du schon bald dehydrieren. Auch wenn dein Darm träge ist, kann das auf eine Dehydrierung hindeuten. „Wenn es sehr heiß und dazu noch trocken ist, bemerkt man manchmal gar nicht, wie sehr man schwitzt, weil die Haut so schnell wieder trocknet. Es ist also schwer zu erkennen, wie viel Flüssigkeit man tatsächlich verliert“, erklärt Carl.
Bei mehrtägigen Wanderungen brauchst du stetigen Zugang zu Wasser. Deshalb hat Carl immer einen Wasserfilter dabei: So kann er auch dann aus Bächen trinken, wenn er deren Wasserqualität nicht einschätzen kann. Es hat sich außerdem bewährt, die Elektrolyte, die man beim Schwitzen verliert, mit Sportgetränken oder Hydro-Tabletten zu ersetzen.
„Wenn du viel Wasser brauchst, musst du auch ein wenig mehr mitnehmen. Bei Fjällräven Classic Events stellen wir sicher, dass unterwegs Wasser verfügbar ist. Gibt es allerdings Abschnitte ohne diese Möglichkeit, geben wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorher Bescheid. Finde also alle möglichen Wasserquellen heraus, bevor du zu einer Tour aufbrichst, damit du immer ausreichend zu trinken hast.“
Schutz vor Sonne und Regen
In tropischen Klimazonen hilft gewöhnliche Shellkleidung oft nicht viel, da Hitze und Feuchtigkeit ins Innere gelangen können. In diesem Fall greift Carl auf seinen Poncho oder sogar einen Regenschirm zurück:
„Es hört sich vielleicht komisch an, zum Wandern einen Regenschirm mitzunehmen. Aber wenn es stark regnet, ist er perfekt. Außerdem schützt er dich vor der Sonne – im Endeffekt ist er ja fast wie ein Sonnenschirm.“
Bei den Fjällräven Classic Events in den USA und in Südkorea wird es laut Carl übrigens am heißesten:
„Bei diesen Wanderungen erreichen wir Höhen, in denen die Sonne sehr stark ist. Dort kann es an exponierten Stellen schnell 30 °C heiß werden – da kommt man garantiert ins Schwitzen. Aber ganz ehrlich, das kann dir an einem sonnigen Tag auch beim Fjällräven Classic Denmark passieren.
Ich würde auf jeden Fall eine Kappe, eine Sonnenbrille und einen Nackenschutz tragen. Wenn du viel schwitzt, kannst du an deinem Rucksack vorne ein kleines Handtuch anbringen, um zwischendurch dein Gesicht abzutrocknen.“
Genieße das Erlebnis (auch wenn es schwierig wird)
Egal, wie viel Spaß eine mehrtägige Wanderung auch macht: An heißen Tagen können unangenehme Situationen aufkommen. Dann ist es wichtig, dich daran zu erinnern, dass es immer eine Lösung gibt!
Zwischen deinen Schenkeln kann es zum Beispiel zu Scheuerstellen kommen – oder auch unter deinen Armen, wenn sie gegen deinen Oberkörper reiben. An feuchtheißen Tagen ist das Risiko noch höher. Daher rät Carl zu folgender Ausrüstung:
„Wenn du zu Wunden durch Reibung neigst, hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du trägst eng anliegende oder sehr luftige Kleidung. Auch der Hüftgurt und die Schultergurte deines Rucksacks können zu Scheuerstellen führen, wenn sie feucht sind. Achte daher besonders darauf und justiere deinen Rucksack nach, wenn sich irgendetwas unangenehm anfühlt. Deine Ausrüstung ist nämlich immer nur so gut, wie du sie einsetzt.“
Heutzutage gibt es viele Hautschutzprodukte, die das Risiko des Wundscheuerns reduzieren. Carl ist dabei allerdings vorsichtig: Wenn du zu diesem Problem neigst, ist es schwer, dich komplett davor zu schützen – genauso wie du nicht davon ausgehen kannst, dass du beim Wandern nicht schwitzt oder bei einem tropischen Regenschauer trocken bleibst.
In diesen Fällen empfiehlt Carl, das Beste aus der Situation zu machen, sie zu genießen und sich klarzumachen, dass man nach der Wanderung in trockene und saubere Kleidung schlüpfen kann.
„Du kannst nicht erwarten, dass du dich die ganze Zeit wie frisch geduscht fühlst. Es gehört nun einmal dazu, ein wenig schmutzig zu werden und zu schwitzen. Und ich finde es unheimlich wichtig, die eigene Komfortzone hin und wieder zu verlassen. So lernst du dich besser kennen, und meistens dauert es ja auch nicht lange. In anderen Teilen deines Lebens kannst du dann auf diese Erfahrung zurückgreifen.“
Veröffentlicht im April 2024
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