
Nachhaltigkeit
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Wusstest du, dass es bis zu zwanzig Jahre dauert, bis sich eine Plastiktüte in der Natur zersetzt? Bei einer Plastikflasche sind es sogar bis zu 450 Jahre! Aber wir hätten da eine Idee: Manchmal liegt nur ein dünner Stoffrest zwischen dir und einer guten Tat auf dem Trail!
Wenn du diese Zahlen des WWF liest, wirst du in Zukunft bestimmt zweimal darüber nachdenken, was du auf eine Wanderung mitnimmst – und vor allem, was du (hoffentlich) nie in der Natur zurücklässt.
Wir bei Fjällräven glauben an die Freiheit, sich mehr oder weniger so in der Natur bewegen zu dürfen, wie man möchte. Seit sechzig Jahren versorgen wir die Menschen mit allem, was sie brauchen, um sich im Freien wohlzufühlen. Wir wissen jedoch auch, dass diese Freiheit ein Privileg ist, das mit der Verantwortung einhergeht, die Natur in einem besseren Zustand zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben.
Es gibt verschiedene Wege, um das zu erreichen, aber der einfachste ist auch der wirkungsvollste: Sammle unterwegs Müll auf und nimm ihn mit – nicht nur deinen eigenen, sondern auch den von Fremden. Alles, was du dafür brauchst, ist der richtige Müllbeutel.
Daher finden wir, dass es an der Zeit ist, unserer „schmutzigsten“ Wanderpartnerin die Anerkennung zukommen zu lassen, die ihr gebührt: der Fjällräven Trashbag.
Ein echter Wow-Effekt
Die Fjällräven Trashbag hat sich in nur etwas mehr als einem Jahrzehnt von einem kostenlosen Giveaway bei Events zu einem wichtigen Marken-Touchpoint entwickelt. Dabei hat sie eigentlich eine ganz prosaische Entstehungsgeschichte: Im Grunde wollten wir nur keinen Ärger mit den Behörden bekommen. Ganz im Ernst! Der Nationalpark, in dem der Fjällräven Classic Sweden stattfindet, ist nämlich Eigentum des Staates und wird von der örtlichen Kreisverwaltungsbehörde überwacht, der Länsstyrelsen. Nach Veranstaltungen wie dem Classic führt sie Audits durch, um deren Auswirkungen auf die Tierwelt und die Landschaft zu ermitteln, und verhängt Bußgelder, wenn sie Schäden oder Müll findet.
Als die Behörde nach dem Classic ihre Prüfungen durchführte, passierte jedoch etwas Seltsames: Die Strecke war in einem besseren Zustand als zuvor! Die Teilnehmer hatten sich nicht nur um ihren eigenen Müll gekümmert, sondern auch den Abfall anderer Leute eingesammelt. Sie schafften es sogar, große Müllteile ins Ziel zu schleppen, die irgendjemand schon lange davor weggeworfen hatte. Für unseren Global Events Manager, Calle Hård af Segerstad, war das keine Überraschung:
„Ich glaube, das ist ganz normal für Menschen, die viel Zeit im Freien verbringen. Sie haben immer eine Tüte dabei, in die sie ihre Abfälle werfen. Da liegt es nahe, auch alles aufzusammeln, was man auf dem Weg sieht. Es war also schnell klar, dass die Trashbag ein wichtiges Element für die Veranstaltung sein könnte.“
In den Anfangsjahren hielten wir sogar Wettbewerbe ab, um zu sehen, wer am meisten Müll aufsammelte. Die Gewinner erhielten beliebte Fjällräven Produkte wie den Kajka Rucksack.
Dann wurde die Trashbag Teil der Dinge, mit denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fjällräven Classic Sweden vor dem Start ausgestattet wurden, wie zum Beispiel auch gefriergetrocknete Lebensmittel.
Müll nicht …
Das waren eindrucksvolle Anfänge für ein unglaublich einfaches Produkt. Die Trashbag wird aus einem Stück Stoff gefertigt, der als Produktionsabfall anfällt. Sie ist (in der Regel) an der Unterseite gefaltet und an den Seiten gerade genäht. Sie hat außerdem einen Kordelzugverschluss und ist (normalerweise) etwa 39 x 32 cm groß. Auf ihr ist eine klare Botschaft aufgedruckt, die die Verfallzeiten der Müllsorten angibt, die beim Wandern gewöhnlich anfallen.
Laut Produktionskoordinator Johan Åström ist dieses einfache Design volle Absicht. Das Briefing, das er vor dem Design der ersten Trashbag bekommen hatte, war kurz: Stelle einen Beutel zum Sammeln von Abfällen her, ohne zusätzlichen Abfall zu erzeugen!
Zu diesem Zweck suchte er zunächst eine unbenutzte Polyesterplane heraus, die für Zelte gedacht und breit genug war, um sie in vier gleich große Stücke zu schneiden, ohne dass etwas übrigblieb. Seitdem besteht die Trashbag immer aus einem Stoff, für den es keine andere offensichtliche Verwendung gibt. Manchmal bleibt Stoff zum Beispiel übrig, wenn wir für zukünftige Kollektionen eine andere Farbe benutzen. Oder ein Rest wird nicht mehr verwendet, weil wir ein Produkt aktualisiert haben und der Stoff dafür künftig aus Recyclingmaterial hergestellt wird. Was auch immer der Grund ist – unser Ziel ist es, alles zu verarbeiten, was in unserer Produktion anfällt. So wurden außer dem erwähnten Zeltstoff auch schon Innenfutterreste des Re-Kånken verwendet. Inzwischen nutzen wir auch Innenfutter des Kånken, sagt Johan:
„Das Produktionsteam hält immer die Augen offen. Kein Material bleibt unbenutzt. Daher ist es am wichtigsten, dass die Fertigung der Trashbag sehr flexibel bleibt.“
… erwünscht!
Irgendwann wollte jeder einen Teil vom Kuchen. Unser Vertriebspartner Naturkompaniet forderte Trashbags für seine Events an, und wir lieferten sie ihnen so lange, bis sie selbst mit der Produktion begannen. Unsere Einzelhändler erhielten sie als Werbegeschenke, und unser Veranstaltungsteam verteilte Trashbags an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fjällräven Classics und der Campfire Events.
2021 war die Trashbag sogar Teil der Kånken Art Edition. Die schwedische Illustratorin und Animationszeichnerin Linn Fritz nutzte die Gelegenheit, um mit ihren Rucksäcken „Ocean Surface“ und „Ocean Deep“ auf das Problem der Plastikabfälle im Meer aufmerksam zu machen. Als die Menschen in jenem Jahr den Kånken Art in ausgewählten Läden kauften, erhielten sie eine Trashbag dazu und wurden ermuntert, in der Nähe ihres Zuhauses Müll aufzusammeln. Die Resultate posteten sie auf Instagram.
Die Trashbag wird auch beim „Plogging“ benutzt, der in Schweden entstandenen Aktivität, während des Joggens Müll aufzusammeln. Sie wurde sogar an Plogger in den USA verschickt.
Was kommt danach?
Eine angenehme Überraschung bei der Trashbag ist ihre vielfache Verwendbarkeit in ihrem „zweiten Leben“. Nach ein paar Runden auf dem Trail gebrauchen die Menschen sie für die unterschiedlichsten Zwecke. Sie lässt sich hervorragend als Packsack nutzen, in dem man auf Wanderungen oder Reisen Kleidung und Habseligkeiten verstauen kann. Sie ist auch ein guter Wäschesack für unterwegs. Unser Foto- und Filmteam benutzt sie manchmal, um während ihrer Aufnahmen Akkus darin aufzubewahren. Calle bewahrt in seiner Trashbag nach dem Aufbau des Lagers gerne kleine Gegenstände auf. Dadurch kann er sich überall aufhalten und hat die wichtigsten Dinge immer in Reichweite. Er hat auch schon erlebt, dass Teilnehmer des Fjällräven Classic ihre alte Trashbag nutzten, um alle Sachen unterzubringen, die sie bei der Registrierung bekommen hatten – einschließlich der neuen Trashbag!
Natürlich ist es auch völlig okay, die Trashbag einfach immer weiter als Müllbeutel zu nutzen. Nach einigen Wäschen löst sich jedoch die Beschichtung des Gewebes. Daher wird sie dann am besten nur noch als Müllbeutel für trockene Abfälle verwendet.
Auf die kleinen Dinge kommt es an
In Anbetracht der gewaltigen Nachhaltigkeits- und Umweltprobleme, denen wir gegenüberstehen, kann man sich leicht klein und machtlos fühlen. Was kann eine einzelne Person angesichts dieser monumentalen Herausforderungen schon tun?
Für Calle ist das Aufsammeln von Müll eine wichtige Aktivität, auch wenn es sich im Moment unbedeutend anfühlen mag.
„Es ist eine Einstellungssache“, sagt er. „Denk mal darüber nach: Wenn du die Orte um dich herum nicht sauber halten kannst, wirst du nie Lösungen für die großen Probleme finden – zum Beispiel die Plastikinseln im Ozean. Wer, glaubst du, hat das Plastik dorthin gebracht? Die Fische?! Nein, das begann an Land. Wir haben das getan. Also fängt das Aufräumen dort an, wo wir sind.“
Kurz gesagt: Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig es ist, die Natur sauber zu halten. Solange es also Abfall gibt, wird es auch eine Fjällräven Trashbag geben, in der man ihn nach Hause mitnehmen kann.
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