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Wie der Weltraum die Inspiration zu unserem ersten Rucksack lieferte

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Es heißt, dass gute Einfälle von überallher kommen. Der 1960 eingeführte Lätt Rucksack beweist das eindrucksvoll ...
Wir schreiben das Jahr 1957. Die Sowjetunion hat gerade den Satelliten Sputnik 1 ins All gebracht, 84 Kilo massives Aluminium. In Schwedens dunklen Winternächten, hoch über der Sprungschanze Örnsköldsvik Paradiskullen, ist er in seiner Umlaufbahn als kleiner leuchtender Punkt am Firmament zu erkennen.
Das bringt den Gründer von Fjällräven, Åke Nordin, auf eine Idee. Wenn Aluminium mit seinen robusten und leichten Eigenschaften den Weg in den Weltraum finden kann, so seine Überlegung, müsste das Material als Rucksackrahmen doch erst recht den Strapazen der Wildnis standhalten können.
Aber Åke hat Probleme, die Aluminiumteile miteinander zu verbinden. Nach mehreren erfolglosen Versuchen in seinem Keller sucht er sich Hilfe von außen. Er wendet sich an die Experten des großen schwedischen Industrieunternehmens AESA (heute der schwedisch-schweizerische Technologiekonzern ABB). Wer wäre besser qualifiziert, eine solche technische Herausforderung zu meistern?
Hartnäckigkeit
Enttäuschend für Åke: Der AESA-Ingenieur, der die Anfrage beantwortet, findet die Aufgabe unlösbar. Åke lässt sich jedoch nicht entmutigen. Mit einer Handvoll Aluminiumrohre im Gepäck begibt er sich in eine Behindertenwerkstatt in Örnsköldsvik und macht sich an die Arbeit. Nur wenige Wochen später ist die Lösung gefunden: Die Rohre müssen punktgenau aneinander gelötet werden. Nach sorgfältigen Tests in den Bergen sind Åke und sein junges Unternehmen Fjällräven bereit, ihre revolutionäre Neuheit auf den Markt zu bringen: einen extrem stabilen und dennoch leichten Rucksack mit einem Rahmen aus Aluminium. Åke nennt ihn Lätt – das bedeutet auf Schwedisch „leicht“.
Marktreife
Als im Mai 1960 die vierte Ausgabe der Zeitschrift des schwedischen Tourismusverbandes an dessen mehr als 200.000 Mitglieder verteilt wird, befindet sich darin direkt unter einer Anzeige für die Hämorrhoidensalbe Jukon eine weitere, welche die Vorteile des Lätt anpreist. Kleine Schwarzweißaufnahmen zeigen einen uniformierten jungen Mann mit einem großen Rucksack. Der Text lautet:
„Drei Jahre wurde der Rucksack Lätt im Winter wie im Sommer auf Bergwanderungen getestet. Kennst du samische Hirten oder Bergbauern? Dann frage sie einmal, wie sie besonders schwere Lasten tragen, und sie werden dir von der unschlagbaren Tragkraft des Rucksackrahmens berichten.“
Trotz ihrer unglücklichen Platzierung und ihres eher nüchternen Inhalts war dies Fjällrävens allererste Werbeanzeige. Sie zeigte Åke höchstpersönlich. Der Lätt war schon lange da, bevor sich unsere Marke in der nationalen und internationalen Outdoorszene einen Namen gemacht hatte.

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