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Outdoorabenteuer kannst du überall erleben – manche schon bei kurzen Ausflügen in deiner direkten Umgebung. Andere liegen weiter weg. Aber eines ist sicher: Mit dem Fahrrad stehen dir jede Menge Möglichkeiten offen – und niemand weiß das besser als der Fotograf und Filmemacher Jens Assur.
Jens lebt mit seiner Familie in Duved, einem kleinen Wintersportort in Nordschweden. Dort betreibt er ein Studio, in dem er zeitgenössische Kunstprojekte und Filme produziert. Zurzeit arbeitet er an einem Fotoprojekt, in dem er die Beziehung zwischen Mensch und Natur untersucht – und was passiert, wenn beide aufeinandertreffen. Damit will er unter anderem auch seine Mitmenschen dazu inspirieren, bei kleinen und großen Abenteuern mehr Zeit in der Natur zu verbringen: „Genau wie Fjällräven!“
Wie die meisten Schweden ist Jens ein echter Naturliebhaber. Er steht immer wieder vor der Qual der Wahl, wenn er sein nächstes Outdoorabenteuer in der Umgebung plant. Denn Duved ist im Sommer genauso reizvoll wie im Winter. Jens kann dort Ski fahren, Wandern oder mit seinen Kindern zelten. Außerdem liebt er es, zu den nahegelegenen Bächen und Flüssen zu radeln, um Fliegenfischen zu gehen oder Kajak zu fahren.
Auf der anderen Seite hat Jens auch eine große Leidenschaft für Abenteuer in der weiten Welt. Zu Beginn seiner Fotografenkarriere berichtete er für die schwedische Zeitung Expressen aus Konfliktgebieten. Heute sucht er das Abenteuer beim Bikepacking in Ländern wie Argentinien oder zuletzt Schottland.
Begleite ihn auf seiner jüngsten Reise und lasse dich von seinen praktischen Tipps inspirieren!
Ist Bikepacking das Richtige für dich?
Wenn du die Freiheit genießt, die man bei Aktivitäten in der Natur empfindet, ist Bikepacking genau das Richtige für dich!
Jens liebt vor allem die besondere Mischung aus Freude, Aufregung und Ruhe, die sich bei langen Radtouren einstellt. Dann ist er „ganz bei sich“, wie er sagt. „Ich glaube, das liegt an der Einheit von Körper und Geist, die man dabei erreicht. Ich habe das Gefühl, dass sich mein Kopf in meinen Körper verlagert, wenn ich draußen unterwegs bin.“
Für Jens hat das Bikepacking noch weitere Vorteile:
„Ich kann sehr weit fahren, wenn die Bedingungen stimmen und ich den ganzen Tag im Sattel sitze. Dort empfinde ich Freiheit, weil ein Fahrrad so leise ist. Ich werde eins mit der Natur. Außerdem genieße ich es, dass ich mich da draußen selbst versorgen kann. Ich habe alles dabei, was ich brauche.“
Freundlich bleiben.
Jens ist bei seinen Outdoorabenteuern gerne alleine unterwegs. Aber er unternimmt auch immer wieder Bikepacking-Touren mit anderen. In Schottland begleitete ihn sein Freund Peter Forslund. Der ehemalige Radrennfahrer war der ideale Partner für die anspruchsvolle Route von Edinburgh über die Highlands zur Isle of Skye.
Besonderen Spaß hatten die beiden daran, unterwegs mit den freundlichen Einheimischen zu plaudern. „In Schottland war es immer einfach, ein Gespräch zu beginnen“, erinnert sich Jens. „Die Leute waren total offen und interessierten sich sehr für uns. Außerdem haben sie uns immer sofort geholfen, wenn es nötig war.“
Tipps für Bikepacker von Jens:
Besorge dir ein zweckmäßiges Fahrrad. Es muss nicht besonders schön oder teuer sein – wichtig ist, dass es sich gut für das geplante Abenteuer eignet.
Investiere genug Zeit in die Wahl der richtigen Satteltaschen und Ausrüstung. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Daher solltest du dabei geduldig und gründlich vorgehen.
Packe deine Taschen so leicht wie möglich.
Suche dir deine Zeltplätze sorgfältig aus. Beachte Faktoren wie Untergrund, Geräusche, Licht, Wind und Wetter, bevor du dein Zelt aufschlägst.
Fülle am Abend deine Energiereserven auf. Du brauchst sie, um am nächsten Tag wieder in die Gänge zu kommen.
Lege einfach los – am besten zunächst mit einer einzelnen Übernachtung oder einem Wochenende! Dabei kannst du das Rad sowie die Ausrüstung testen und dir Routine aneignen.
Nicht nachlassen, wenn die Bedingungen nicht perfekt sind.
Auf ihrer Fahrt genossen die beiden Schweden die wilde schottische Landschaft, auch wenn das Gelände manchmal schwierig war. Teilweise mussten Jens und Peter ihre Fahrräder bergauf schieben oder sie sogar tragen.
Auch das Wetter machte es ihnen nicht leicht:
„Schottland bietet die faszinierende Kombination aus fantastischer Landschaft und unvorhersehbaren Wetterverhältnissen – um es höflich auszudrücken. Aber ich mag solche schweren Regenfälle und Stürme, wie man sie in Schottland erlebt. Das gibt dem Abenteuer doch erst die Würze! Es hat fast jeden Tag geregnet. Und damit meine ich nicht die Art Regen, bei dem es ein bisschen vom Himmel tröpfelt. Es fühlte sich eher so an, als käme man unter eine Meereswelle!“
Waren die Bedingungen also eine Herausforderung? Ja. Hatten sie deswegen weniger Spaß? Nein. Warum? Weil sie gut vorbereitet waren!
Das Rad und das Gepäck gut kennen.
Jens ist zwar jemand, der gerne nach dem Motto „Learning by doing“ lebt, aber er hat viel Zeit in die Vorbereitung des Trips investiert. Er studierte sein Rad genau und lernte, mechanische Probleme und Pannen zu beheben. Außerdem packte er seine Taschen immer wieder neu, um herauszufinden, wie er alles optimal unterbringen kann. Er war mit der Seatbag Harness und der Drybag von Fjällräven ausgestattet, die er als seine Lieblingsteile aus der Kollektion bezeichnet („Einfach klasse – leicht und stabil!“). Daneben nutzte er auch die Handlebar Bag und die Toptube Bag.
Nachdem er seine Sachen optimal in den Taschen verteilt und diese am Rad befestigt hatte, schwang sich Jens in den Sattel und absolvierte einige kurze Testfahrten, um ein Gefühl für das Gewicht sowie die Größe des Gepäcks zu bekommen.
Clever packen.
Jens’ Trick beim Packen lautet: „Nimm so wenig mit wie möglich – aber alles, was du brauchst!“
Was Bekleidung angeht, ist Jens Minimalist. Er trägt gerne Wolle, „weil sie das beste Material ist: Sie hält dich warm und entwickelt keine Gerüche.“ In Anbetracht der schottischen Wetterbedingungen erfreute er sich außerdem an seinen wasserdichten Socken („Schuhe werden immer irgendwo nass. Die Socken haben mir das Leben gerettet.“)
Auch die Fjällräven x Specialized Bekleidung begeisterte Jens. Ihm gefiel vor allem ihr „Saddle to Table“-Ansatz, also „vom Sattel an den Tisch“: Man kann darin Rad fahren, aber auch in ein Lokal zum Essen gehen. „Die Bekleidung ist funktionell und sieht cool aus – fast schon edel. Ich habe mich beim Radfahren richtig gut angezogen gefühlt. Das ist bei anderer Bike-Bekleidung nicht so.“
Zelten wie ein Profi.
Einer der Höhepunkte beim Bikepacking ist es, die Nacht in der freien Natur zu verbringen. Jens und Peter genossen in Schottland besonders die „Bothies“ – einfache Hütten, in denen jeder übernachten darf. Sie liegen oft an landschaftlich sehr reizvollen Orten, kosten nichts und fühlen sich nach einem Tag im Sattel wie purer Luxus an.
Aber so etwas gibt es nicht überall. Jens empfiehlt, sich auf der Suche nach dem richtigen Zeltplatz Zeit zu lassen, wenn so ein freier Übernachtungsort nicht zur Verfügung steht. Dabei sollte man sich nicht mit dem erstbesten Platz zufriedengeben, den man findet. Stattdessen sollte man sich den Untergrund, auf dem man sein Zelt aufstellen will, genau anschauen sowie Umstände wie den Lärmpegel, die Windrichtung und die Nähe zu einer Wasserquelle beachten.
Jens rät außerdem, zusätzliche lange Unterwäsche für die Abende mitzunehmen. Den Schlafsack sollte man trocken und sauber halten, um es in der Nacht warm und bequem zu haben. Außerdem packt er immer eine Stirnlampe und Campingsandalen ein.
Besonders wichtig findet Jens, abends gut zu essen und zu trinken, um die Energiereserven aufzufüllen und am nächsten Tag wieder in die Gänge zu kommen.
Der Bikepacking-Trip durch Schottland war nass und wild. Nun will Jens einige Abenteuer in seiner Heimat bestehen. Aber natürlich plant er auch schon seine nächste Fernreise:
„Sie führt wahrscheinlich nach Afrika. Ich habe eine tolle geheime Route gefunden, auf der ich den ganzen Kontinent durchqueren kann. Wie schon in Schottland ist auch dort das Wetter eine Herausforderung, aber auf ganz andere Art. Dazu kommen die wilden Tiere. Das wird ein echter Nervenkitzel!“
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