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Die „Grandma-Jacket“

Geschichte
Lesedauer 3 Minuten
Für uns bei Fjällräven hat Langlebigkeit immer zwei Seiten: eine physische und eine emotionale. Die Geschichte von Christiane Dolvas „Grandma Jacket“ ist das beste Beispiel dafür.
1982 kaufte eine Frau namens Gerd Dolva eine Fjällräven Räven Jacket. Als Bestandteil der legendären Fjällräven Jackenkollektion genoss diese unter Naturliebhabern den Ruf, besonders funktionell und zeitlos zu sein. Trends kamen und gingen, doch Gerd trug ihre Jacke zwanzig Jahre lang – sie konnte sich einfach nicht von ihr trennen. Gerd sammelte in ihrer Räven Jacket zahlreiche Erinnerungen, was zu einer tiefen emotionalen Verbindung führte.
Diese Verbindung veränderte sich, als Gerd die Jacke 2002 an ihre Enkelin Christiane Dolva Törnberg vererbte. Obwohl die Räven Jacket voller wertvoller Erinnerungen steckte, wusste Gerd, dass es an der Zeit war, sie ihrer geliebten Enkelin zu vermachen. Als neue Besitzerin konnte Christiane darin fortan ihre eigenen Erlebnisse sammeln.
„Meine Großmutter war überrascht, dass ihr die Jacke immer noch gefiel“, so Christiane. „Aber sie dachte, dass es an den vielen Jahren und den vielen schönen Erinnerungen lag. Die Jacke war einfach ein vielseitiges Kleidungsstück und sie hatte immer eine Gelegenheit, sie zu tragen.
Es ist eine Jacke für den Frühling, Sommer und Herbst. Ich liebe ihre Funktionalität und das Tragegefühl des Materials. Man spürt, dass sie schon viele Jahre lang im Einsatz war und dennoch immer noch strapazierfähig ist. Außerdem altert sie in großer Anmut. Die Knöpfe, mein Lieblingsdetail, werden mit der Zeit immer schöner.
Für mich ist es unvorstellbar, die Jacke meiner Großmutter herzugeben. Nicht nur, weil sie unglaublich funktionell ist. Sie ist auch mit einer ganz besonderen Nostalgie behaftet. Oma war so stolz, als sie mir diese Jacke vermachte, dass ich mich jetzt für dieses Familienerbstück verantwortlich fühle. Nun liegt es an mir, dass sie noch viele weitere Jahre getragen und geliebt wird.“
Als Expertin für Nachhaltigkeit findet Christiane die Jacke auch bemerkenswert, weil sie eine der wichtigsten Designprinzipien von Fjällräven widerspiegelt: Langlebigkeit. Wie auch wir glaubt Christiane, dass Langlebigkeit sowohl mit physischer als auch mit emotionaler Haltbarkeit gleichzusetzen ist.
„Was bringt uns ein Kleidungsstück, das aus dem nachhaltigsten Material der Welt gefertigt ist, wenn es nach einem Jahr schon wieder altmodisch aussieht? Nur durch emotionale Langlebigkeit wird es zu einem Kleidungsstück, das man viele Jahre lang behalten und tragen möchte – und vielleicht eines Tages sogar an die nächste Generation vererbt.“
Was genau macht ein Kleidungsstück emotional langlebig?
Zeitloses Design spielt eine wichtige Rolle. Es garantiert, dass das Kleidungsstück hochwertig genug ist, um sich langfristig zu bewähren, und schafft zugleich eine tiefere Verbindung mit dem Träger. Für den Entwurf eines wahrhaft zeitlosen Produkts muss man über die üblichen Parameter für nachhaltiges Design, wie Materialauswahl und Produktionsprozesse, hinausdenken. Das bedeutet auch, keinen Modetrends zu folgen, da diese schon per Definition „einen Stil, der während einer bestimmten Zeit beliebt ist,“ verkörpern.
In anderen Worten: Modische Outdoorbekleidung ist das Gegenteil von zeitlos.
Im Gegensatz dazu ist die Räven Jacket, die Christiane von ihrer Großmutter geerbt hat, ein perfektes Beispiel für zeitlose Oberbekleidung. Sie ist aus G-1000 gefertigt und kombiniert mühelos praktische Details mit geradlinigem Design, sodass sie sich perfekt für das Leben in der Natur, aber auch in der Stadt eignet. Seit ihrer Markteinführung 1970 hat sie sich zu einem echten Klassiker entwickelt und ist damit ein hervorragendes Beispiel für unser Ziel, Kleidungsstücke dadurch nachhaltiger zu gestalten, dass ihr ökologischer Fußabdruck durch Langlebigkeit reduziert wird. Denk mal darüber nach: Eine durchschnittliche Jacke hat einen CO2-Fußabdruck von etwa zwanzig Kilogramm CO2. Im Durchschnitt trägt eine schwedische Person eine Jacke 140-mal. Wenn man den CO2-Fußabdruck durch die Tragerate teilt, lässt sich ermessen, ob der CO2-Fußabdruck in einem guten Verhältnis steht. Und was passiert, wenn die Jacke doppelt so häufig getragen wird? Dann halbiert sich ihr CO2-Fußabdruck!
Unser Bestreben danach, Produkte zu erschaffen, die zu langjährigen Lieblingsstücken werden, unterstreicht den Wert von Langlebigkeit. Von Familiengeschichte und Markentradition bis hin zu Nachhaltigkeit und Langlebigkeit – in der Geschichte der „Grandma Jacket“ steckt vieles von Bedeutung, besonders für Christiane:
„Durch die Erinnerungen und Erlebnisse, die in dieser Jacke stecken, fühle ich mich vor allem meiner Großmutter jederzeit nah. Aber zugleich trage ich sie auch als willkommene (und beständige) Erinnerung an den wichtigsten Aspekt von Nachhaltigkeit: Kümmere dich gut um das, was du schon hast.“

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